Kein Podestplatz: Schweizer Ausfall-Misere in der Kombi

Gleich 5 Schweizer sind im Slalom der Kombination von Wengen ausgeschieden. Bester Swiss-Ski-Fahrer war Mauro Caviezel. Der Sieg ging an den Franzosen Victor Muffat-Jeandet.

Das Podest

  • 1. Victor Muffat-Jeandet (Fr) 2:35,29 Minuten
  • 2. Pavel Trikitschew (Russ) +0,96
  • 3. Peter Fill (It) +1,15

Von Platz 27 auf Rang 1: Victor Muffat-Jeandet sicherte sich den Sieg mit einem überzeugenden Slalom-Lauf. Für den Franzosen war es der 1. Weltcup-Sieg überhaupt.

Jubeln konnte auch Peter Fill: Der Italiener gewann die kleine Kristallkugel in der Alpinen Kombination.

Die Schweizer in den Punkten

  • 6. Mauro Caviezel +1,23
  • 7. Justin Murisier +1,30
  • 19. Nils Mani +3,13

Wie vor zwei Wochen in Bormio war Mauro Caviezel der beste Schweizer Kombinierer. Dem 4. Rang im Veltlin liess er am Lauberhorn den 6. Platz folgen. Nur 8 Hundertstel fehlten zu einem Podestplatz. Justin Murisier erfüllte dank Rang 7 als zweiter Schweizer nach Caviezel die Selektionskriterien für Olympia.

Die Pech-Schweizer

  • Out: Luca Aerni, Marc Gisin, Gilles Roulin, Stefan Rogentin, Gian Luca Barandun

8 Schweizer hatten in der Abfahrt den Sprung in die Top 30 geschafft, 5 davon schieden im Slalom aus. Stefan Rogentin fädelte mit bester Zwischenzeit ein, Gilles Roulin fädelte bereits beim 1. (!) Tor ein, Luca Aerni und Gian Luca Barandun rutschten an der exakt gleichen Stelle aus.

Video «Aerni: «Hätte mehr Geduld haben müssen»» abspielen

Aerni: «Hätte mehr Geduld haben müssen»

0:45 min, vom 12.1.2018

Marc Gisin, als 9. der beste Schweizer nach der Abfahrt, musste seine Hoffnungen auf einen Podestplatz ebenfalls nach einem Einfädler begraben.

Die Hoffnungen nach der Abfahrt hatten vor allem auf Aerni geruht: Der aktuelle Kombinations-Weltmeister zeigte eine starke Fahrt und verlor bloss 2,15 Sekunden auf die Bestzeit von Vincent Kriechmayr (Ö).

Video «Pleiten, Pech und Pannen: Schweizer Ausfälle en masse» abspielen

Pleiten, Pech und Pannen: Schweizer Ausfälle en masse

0:57 min, vom 12.1.2018

Die Abwesenden

Alexis Pinturault, Sieger des 1. Rennens in Bormio, verzichtete auf die Kombination in Wengen. Der Franzose hatte sich in den letzten beiden Wintern jeweils die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin gesichert. Pinturaults freiwilliger Verzicht zeigt, dass die Alpine Kombination auch bei den Fahrern selbst nicht den höchsten Stellenwert geniesst.

Mit Niels Hintermann fehlte auch der Überraschungssieger aus dem Vorjahr. Für den 22-Jährigen ist die Saison nach einer Schulterverletzung vorzeitig zu Ende.

Das weitere Programm

Am Samstag steht der Abfahrtsklassiker am Lauberhorn auf dem Programm (12:30 Uhr live auf SRF zwei). Am Sonntag geht der Spezial-Slalom über die Bühne, ehe der Weltcup-Tross nach Österreich zieht, wo in Kitzbühel die nächsten Klassiker anstehen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.01.2018, 13:50 Uhr