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Matterhorn statt Lauberhorn? Zermatt werkelt an der längsten Weltcup-Abfahrt

In Zermatt träumt man von einer fünf Kilometer langen Abfahrt. Ein Angriff auf das Lauberhorn-Rennen sei dies aber nicht.

Blick auf das Klein Matterhorn.
Legende: Start auf knapp 3900 Metern Blick auf das Klein Matterhorn. Keystone

Am Mittwoch hatte der Streit zwischen Swiss-Ski und den Lauberhorn-Organisatoren eine neue Eskalationsstufe erreicht. Einen Tag später machte Franz Julen, Präsident der Zermatter Bergbahnen, gegenüber der NZZ seine Vision einer Abfahrt in Zermatt publik.

Geplant ist demnach eine fast fünf Kilometer lange Abfahrt mit Start auf knapp 3900 Metern, vom Klein Matterhorn über die Landesgrenze nach Italien ins Aostatal. Diese soll allenfalls schon im Jahr 2022 in der ersten oder zweiten November-Woche über die Bühne gehen.

Idee findet breite Unterstützung

«Wir wollen dieses Rennen – und wir werden alles dafür tun», sagte Julen, der auch ein Frauen-Rennen begrüssen würde, gegenüber der NZZ. Mit 4480 Metern ist die Lauberhorn-Abfahrt bislang die längste Weltcup-Strecke.

Als Angriff auf den Klassiker im Berner Oberland will Julen den Vorstoss nicht verstanden wissen. «Wir haben kein Interesse, Wengen zu schaden. Der Weltcup ohne Wengen – das wäre ein Eigentor des Skisports», betont der 61-Jährige.

Gemäss Julen geniesst das Projekt in Zermatt breiten Rückhalt, und auch von Verbandsseite ist die Resonanz positiv. Der im Herbst scheidende FIS-Präsident Gian Franco Kasper sagt: «November-Abfahrten in Zermatt – das passt wunderbar in unseren Kalender. Wir stehen voll und ganz hinter dem Projekt.»

Video
Eskalation im Streit um Lauberhorn-Gelder
Aus sportflash vom 20.05.2020.
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6 Kommentare

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  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Eine gute Sache. Man muss etwas Druck ausüben auf Swiss- Ski und die Lauberhorn Organisatoren.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    War F1 Fan... durch Ueberregulation hat sich dieser Sport zur Rundendrehungsveranstaltung durchgemausert,langeweile bis obenaus... so wird Sport getoetet.. nun beginnt das beim Skifahren auch langam, durch kleingeistige Aktionen und Querelen wird dieser Sport unattraktiv gemacht.. dasselbe beim Velorennen... nun, weiter so, dann seid ihr bald unter Euch...
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  • Kommentar von Adrian Zuckermann  (azu)
    Mir als Snowboarder könnte das ja eigentlich egal sein, aber ich finde es krass wie alles nur noch dem Geld untergeordnet wir. Tradition, Kultur... zählt Heute einfach nichts mehr. Der Kapitalismus frisst sich durch alles hindurch, und am Schluss frisst er sich selbst auch noch(aka. der berühmte Satz: Das letzte Opfer der Walfang-Industrie; war die Walfang-Industrie). Wengen mit seinem roten "Bähnli" ist 1000 mal sympathischer als das Größenwahnsinnige Zermatt. Eh nu, schade, schade...
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