DJ Shadow vereint Hip Hop-Grössen mit Interpol und Future Islands

Er sampelt nicht nur Beats, sondern auch Gefühle, Stimmungen und Augenblicke - und kommt zum Schluss, dass die fertige Collage ein düsteres Bild abgibt: «Our Pathetic Age,» das 6. Album des Kalifornischen Produzenten zielt nicht nur auf den Dancefloor, sondern auch auf unser Gewissen.

Seit den 90ern eine Ikone an den Turntables: Joshua Paul Davis alias DJ Shadow.
Bildlegende: Seit den 90ern eine Ikone an den Turntables: Joshua Paul Davis alias DJ Shadow. Derick Daily

Die Doppel-LP bringt auf der ersten Hälfte reine Sampling-Kunst des seit dem Debütalbum «Endtroducing.....» (1996) gefeierten DJs aus San Jose, dessen Plattensammlung zeitweise angeblich über 60'000 LPs stark gewesen sein soll (respektive immer noch ist?). Die zweite Hälfte bietet aufreibende Lyrics und Featurings von Run The Jewels und Nas über De La Soul, Loyle Carner bis Paul Banks von Interpol und Samuel T. Herring von Future Islands. Episch und stellenweise richtig gut.

Gespielte Musik

Autor/in: Andi Rohrer, Moderation: Andi Rohrer, Redaktion: Andi Rohrer / Matthias Erb