Liguster ist nicht gleich Liguster

Liguster ist nicht gleich Liguster. Der Wintergrüne Liguster stammt aus Japan, blüht und fruchtet kaum. Der einheimische Gewöhnliche Liguster bringt dagegen weisse Blüten und kugelrunde, glänzende Früchte hervor.

Ligusterbeeren.
Bildlegende: Am einheimischen Gewöhnlichen Liguster wachsen schwarze, glänzende Beeren. Sie werden von über 20 Vogelarten gefressen. SRF/Silvia Meister

Wintergründer Liguster: Beliebt als Hecke

Sehr oft wird der Wintergrüne Liguster (Ligustrum ovalifolium) für eine geschnittene Hecke verwendet, da er teilweise wintergrün ist und sein Laub erst im Vorfrühling verliert. Der Wintergrüne Liguster stammt aus Japan und ist so gezüchtet, dass er aufrecht wächst und kaum blüht und fruchtet.

Gewöhnlicher Liguster: Auch für beschränkte Platzverhältnisse

Auch der einheimische Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) ist ein hervorragender Heckenstrauch: Bei regelmässigem Schnitt verzweigt er sich und bildet eine blickdichte Hecke. Gewöhnlicher Liguster kann sehr schmal geschnitten werden und eignet sich deshalb auch für kleine Platzverhältnisse.

Viele Blüten und Früchte

Die kleinen, crèmeweissen Blüten werden im Juli an den Enden der neuen Triebe sichtbar und werden von verschiedenen Wildbienen, Schwebfliegen und Faltern bestäubt. Ab September reifen kugelrunde Früchte und werden glänzend schwarz, sie werden von über 20 Vogelarten gefressen. Am meisten Blüten und Früchte hat der Gewöhnliche Liguster, wenn er frei wachsen kann, doch auch geschnittene Hecken zeigen viele Blüten und Früchte, wenn sie im Winter stark und nach der Blüte im August nur leicht zurück geschnitten werden.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Silvia Meister