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Trailer: «Die Schweiz und die Jagd»
Aus NETZ NATUR vom 12.11.2018.
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NETZ NATUR NETZ NATUR Web-Serie: «Die Schweiz und die Jagd» - alle Folgen

Die Jagd in der Schweiz ist in den kommenden Wochen Thema einer Web-Serie der Redaktion «NETZ NATUR», die sie am 3. Januar 2019 zu einer 100-minütigen Spezialsendung zusammenführt. Das Team begleitet Jägerinnen und Jäger in den unterschiedlichsten Gebieten der Schweiz und zeigt auf, was alles zur Jagd gehört, und was es für die Tiere bedeutet gejagt zu werden.

Produktion und Mitwirkende: «Die Schweiz und die Jagd» - Trailer

  • Folge 1: «Rehjagd in Graubünden»

    Auf der Pirsch im Val Müstair: Im September findet in Graubünden die Hochjagd statt. «NETZ NATUR» hat einen einheimischen Jäger begleitet – ob er wohl Jagdglück hatte?

  • Folge 2: «Gämsjagd im Wallis»

    Oft heisst jagen: Beobachten und sich gedulden, mitunter einen ganzen Sommer lang. «NETZ NATUR» hat einem Walliser Jäger bei der Gämsjagd auf der Täschalp über die Schulter geschaut, wie er schliesslich während der Jagdzeit «seine» Gämse mit grosser Ruhe anpirscht.

  • Folge 3: «Jagdbar: Gämsen»

    Gämsen leben im harschen Lebensraum des Hochgebirges. Zu Beginn des Winters kommt es zwischen den Böcken zu Kämpfen auf Leben und Tod. Dann fordern Schnee, Lawinen und Entkräftung ihre Opfer – nur die Stärksten erleben den nächsten Frühling. Im Juni kommen die Kitze zur Welt – sie sind äusserst verspielt. Die Mütter hingegen tragen untereinander oft Rangeleien aus. Im Sommer sammeln die Gämsen auf den höchsten Alpweiden und Felsfluren Energie bis zur nächsten Jagdzeit im September. Und für den nächsten Winter.

  • Folge 4: «Drückjagd bei Ramsen»

    Gesellschaftsjagden sind eine der häufigsten Jagdformen der Schweiz, die vor allem im Flachland und im Hügelland ausgeübt wird, meistens im Revierpachtsystem. Dabei gehen Treiber langsam durch einen vorbestimmten Geländeabschnitt und beunruhigen das Wild, das langsam vor ihnen fliehen soll. Ab und zu werden sie von Hunden unterstützt, die verstecktes Wild aufstöbern sollen. An vorbestimmten Posten warten Jäger und Jägerinnen in Schussposition und versuchen, die Tiere, die den Treibern ausweichen, zu erlegen. Im Visier sind vor allem Rehe und Wildschweine, aber auch Füchse und Dachse.

  • Folge 5: «Treffsicherheitsnachweis Suhr»

    Gemäss einer Bestimmung des Bundes fordern die Kantone für einen Tages- oder Jahresjagdpass einen sogenannten Treffsicherheitsnachweis – jedes Jahr neu. Verlangt wird: Ein Schuss, ein Treffer. Ziel ist, dass nur geübte Jagende auf Tiere schiessen sollen. Ist die Treffsicherheit ungenügend, heisst es üben, üben, üben. Doch wie oft können die Schützen die Prüfung für den Nachweis wiederholen und wird bei Nichtbestehen gar der Jagdpass verwehrt? Lässt sich die Situation im Schiessstand überhaupt mit der realen Jagd vergleichen? Ein Blick über die Schulter der Schiessenden an einem Prüfungstag im Kanton Aargau.

  • Folge 6: «Wildunfall im Glatttal»

    Strassenunfälle mit Wildtieren ereignen sich in der Schweiz häufig – 20'000 mal im Jahr. Der Lebensraum des Wildes ist durch Strassen, Bahnlinien oder Siedlungen vielfach zerschnitten. Vor allem im Winterhalbjahr sind viele Wildtiere in der Dämmerung und nachts aktiv. Sie überqueren oft völlig unvermittelt die Strassen, und so kommt es immer wieder zu Wildunfällen. Ereignet sich ein solcher Unfall, müssen Fahrzeuglenkende vom Unfallort aus sofort die Polizei oder die Wildhut informieren, die Stelle sichern und an Ort und Stelle auf die Patrouille warten. Wer sich vom Unfallort entfernt, riskiert eine Verzeigung wegen Fahrerflucht. Zudem soll man sich verletzten Wildtieren nicht nähern oder diese verfolgen – dafür braucht es Fachleute. Was nach einem Wildunfall abläuft, zeigt Folge 6: «Wildunfall im Glatttal».

  • Folge 7: «Jagdbar: Rehe»

    Rehe sind bei uns die häufigste Wildtierart, besonders im Mittelland kommen sie in hohen Zahlen vor. Dort finden sie ihren bevorzugten Lebensraum von Wald und offener Landschaft. Im Frühling kommen die Kitze zur Welt, oft Zwillinge und manchmal sogar Drillinge. In den Sommermonaten beginnt das Brunfttreiben. Die Böcke imponieren einander und verteidigen ihre Territorien teils heftig, um die besten Chancen auf eine Paarung zu haben. Bei Jägern ist die Gesellschaftsjagd auf Rehe beliebt, die sogenannte Drückjagd.

  • Folge 8: «Jagdbar: Rothirsche»

    Rothirsche breiten sich in der Schweiz stetig aus. Sie stehen im Zentrum grosser Kontroversen über Wild und Wald und wegen Schäden in der Landwirtschaft. Nach ihrer Ausrottung im 19. Jahrhundert, wanderten die Hirsche wieder in die Schweiz ein. Neue Forschungen zeigen, wie geschickt sie sich an die Landschaft anpassen und wie weit sie wandern. Eine faszinierende Tierart, die für die Jagd, die Waldwirtschaft und den Naturschutz eine grosse Herausforderungen verkörpert.

  • Folge 9: «Wildzählung im Unterengadin»

    Die Nacht ist voller Hirsche: Im Scheinwerferlicht leuchten bei dieser Wildzählung um die 160 Augenpaare in die Scheinwerfer – und in die Buchhaltung eines Trupps von Wildhütern und Jägern, die auf einem geländegängigen Pickup durch das Zählgebiet um Ftan im Unterengadin fahren. Von dieser Zählung sind die Abschusszahlen bei der Jagd im laufenden Jahr in dieser Region abhängig. Im ganzen Kanton Graubünden zählen zeitgleich im Frühling regionale Patrouillen das Wild, bevor es nach der Schneeschmelze in höhere Lagen wechselt. Die Jagd hat die Aufgabe, die Wildbestände nach Alter und Geschlecht an den Lebensraum mit seinem Nahrungsangebot und mit den anderen Tieren und Pflanzen – und nicht zuletzt auch den Interessen des Menschen - anzupassen.

  • Folge 10: «Hirschjagd im Val Müstair»

    Gegen Anfang September steigt in ganz Graubünden das Jagdfieber. Über 5'000 JägerInnen bereiten sich auf die Hochjagd vor. Nach dem Abschussplan des Kantons mussten 2018 5’430 Rothirsche abgeschossen werden, weil zu hohe Wildbestände durch Verbiss das Aufkommen junger Bäume gefährden. Doch die Hirschjagd im September ist schwierig, denn nach den ersten Schüssen bringen sich viele Hirsche in Schutzgebiete in Sicherheit. In der Grenzzone, etwa zum Schweizerischen Nationalpark, kann man aber unvorsichtige Tiere erlegen. Die kantonale Wildhut und der Parkwächter des Nationalparks beaufsichtigen die Jagd an der Parkgrenze. Weil während die regulären Hochjagd im September die Abschussquote nicht erreicht wurde – das Wetter war milde und die Hirsche blieben in grosser Höhe, wo sie schwierig zu erlegen sind – wurde an zehn Halbtagen im November und Dezember zur Sonderjagd aufgerufen. Dabei werden vor allem weibliche und junge Hirsche geschossen, um den Bestand zu regulieren. 2018 war im Val Müstair auch diese Sonderjagd kein Spaziergang für die Jäger.

  • Folge 11: «Wildschweinjagd an der Grenze»

    Ausgedehnte Maisfelder in Kombination mit milden Wintern und reichlich Buchennüsschen und Eicheln im Wald sind ein kulinarisches Paradies für die anpassungsfähigen Wildschweine. Durch das reichhaltige Angebot vermehren sie sich stark und durchpflügen in grossen Gruppen, sogenannten Rotten, die Felder und Wiesen, wo sie dann massive Schäden anrichten. Viele Wildschweine aus den hohen Beständen in Deutschland wechseln auch über die Schweizer Grenze. Kein Wunder, dass die scheuen und äusserst cleveren Tiere bei den Bauern unbeliebt sind. Durch nächtliche Ansitzjagden, vor allem aber durch grosse Drückjagden mit internationaler Beteiligung mit Dutzenden von Jagenden versucht man, die Bestände zu dezimieren. «NETZ NATUR» hat Nachsuche-Hundeführer und Jäger Tino Schenk und Andrea Metzger aus der Schweiz auf den Stand bei der Drückjagd im Wald von Fützen begleitet.

  • Folge 12: «Jagdbar: Wildschweine»

    Die cleveren Wildschweine werden in unserer Landschaft immer zahlreicher. Aber sie führen ein äusserst heimliches Leben, denn wegen starker Bejagung kommen sie meist erst in der Nacht aus ihren Verstecken. Als klassische Kulturfolger finden sie sich in unserem Land sehr gut zurecht und profitieren von einem breiten Nahrungsangebot. Sie durchwühlen Wiesen, zerstören Maisfelder und andere Kulturen - zum Ärger der Bauern, die sich immer öfter über Schäden beklagen, deren Vergütung in die Millionen geht. Durch das milde Klima und auch durch viel natürliches Futter im Wald wie Eicheln, Haselnüsse oder Bucheckern vermehren sie sich mitunter zweimal im Jahr. Die Wildschweine leben in Familienverbänden, die von einem erfahrenen Weibchen geführt werden. Die Männchen, die Keiler sind oft Einzelgänger.