Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt. Oper in 3 Akten

Er war einer der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Komponisten der 1920er Jahre: Erich Wolfgang Korngold. Inzwischen hat seine Musik die Bühnen wieder erobert, diesen Frühling dirigierte Alan Gilbert an der Scala Korngolds «Die tote Stadt».

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

1920 wurde diese Oper erstmals in Köln und Hamburg gespielt, wenig später bereits in ganz Europa und in New York. Wir bewegen uns darin in einer dekadenten Fin-de-Siècle-Stimmung; alle realen Personen und sonstigen Bezüge wirken aufgelöst, eine symbolistische Traumwelt umgibt uns. Korngolds flimmernde und drängende Musik nimmt diese Stimmung genial auf. In der NZZ war dazu zu lesen: «Staunend und für einen Moment sprachlos sitzen die Menschen am Ende da, brauchen ein Weilchen, um aus dem raffinierten Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit in die 'richtige' Realität zurückzufinden. Dann bricht Jubel los. So geschah es auch jetzt wieder an der Mailänder Scala.»

Chor und Orchester der Scala di Milano
Alan Gilbert, Leitung
Klaus Florian Vogt, Tenor (Paul)
Asmik Grigorian, Sopran (Marietta)
Markus Werba, Bariton (Frank / Fritz)
Cristina Damian, Alt (Brigitta)
Marika Spadafino, Sopran (Juliette)
Daria Cherniy, Mezzosopran (Lucienne)
Sergei Ababkin, Tenor (Victorin)
Sascha Emanuel Kramer, Tenor (Graf Albert / Gastone)

Aufführung vom 28. Mai 2019, La Scala, Mailand

Die Oper steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Patricia Moreno