Patricia Kopatchinskaja spielt Schönberg

Es ist ein Klassiker des 20. Jahrhunderts, um den die meisten Geigerinnen und Geiger einen Bogen machen: Nicht so Patricia Kopatchinskaja. Sie reibt sich gerne an den komplexen Schichten von Arnold Schönbergs Violinkonzert.

Symbol auf Orange
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Zwölftönige Musik von Arnold Schönberg wird zwar immer wieder aufgeführt, aber sein Violinkonzert aus den 1930ern bleibt für viele Geigerinnen und Geiger schwierig. Entsprechend selten steht es auf den Konzertprogrammen. Schönberg hat immer wieder darauf hingewiesen, dass er keine ZWÖLFTONmusik schreibe, sondern ZwölftonMUSIK. Den feinen Unterschied erlebbar zu machen, dazu tritt Patricia Kopatchinskaja an, zusammen mit den Berliner Philharmonikern und Kirill Petrenko.
Dieses Team, so stand in der Süddeutschen Zeitung über eine frühere Aufführung zu lesen, musiziere einen «funkelnden und verführerischen» Schönberg, wodurch sich das Stück «zu einem Verwandten des süffigen Tschaikowsky-Konzerts verwandelt».
Passend, steht in der zweiten Konzerthälfte dann auch Tschaikowsky auf dem Programm.

Arnold Schönberg: Violinkonzert op. 36
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Leitung
Patricia Kopatchinskaja, Violine

Konzert vom 29. August 2019, KKL Luzern (Lucerne Festival)

Dieses Konzert können Sie während 30 Tagen nach Sendetermin nachhören.

Redaktion: Moritz Weber