Bauzonen einfrieren - die Lösung im Kampf gegen die Zersiedelung?

Die Schweiz wächst unübersehbar. In den Jahren 1985 bis 2009 wuchs die Siedlungsfläche um die Grösse des Genfersees. Im Mittelland reihen sich Einfamilienhäuser aneinander, auf Feldern künden weisse Stangen von geplanten Bauprojekten und Gewerbehallen schiessen aus dem Boden. Was ist zu tun?

Am 10. Februar 2019 wird über die Zersiedelungs-Initiative abgestimmt.
Bildlegende: Die Bauzonen einfrieren - das will die Zersiedelungs-Initiative. Keystone

Müssen die grünen Wiesen in der Schweiz noch strikter geschützt werden? Ist dabei das «einfrieren» der Bauzonen das richtige Mittel? Oder genügt die aktuelle Raumplanung, wie vom Volk beschlossen? Diskutieren Sie hier mit!

In der Live-Sendung «Forum» diskutieren:

  • Pro: Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne: «Wir müssen Sorge tragen zum Boden. Deshalb braucht es strikte Lösungen, um die Zersiedelung zu stoppen.»
  • Contra: Ueli Strauss, langjähriger Leiter Amt für Raumentwicklung St. Gallen: «Auch ich will die Landschaft schützen. Die Initiative ist aber viel zu starr und nimmt den Kantonen den Handlungsspielraum.»

Keine neuen Bauzonen

Damit kein weiteres Kulturland verbaut wird, haben die Jungen Grünen die Volksinitiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» lanciert. Die Initiative kommt am 10. Februar 2019 zur Abstimmung.

In vergangenen Jahren haben viele Gemeinden grosse Gebiete als Bauland eingezont. Teilweise zu grosse Gebiete - Bauzonen auf Vorrat sozusagen.

Im Kampf gegen die Zersiedelung trat deshalb 2014 das revidierte Raumplanungsgesetz in Kraft. Dieses wurde vom Schweizer Stimmvolk an der Urne mit 63% der Stimmen klar angenommen. Es verlangt von den Kantonen, ihre Baulandreserven zu beschränken und zu grosse Bauzonen zu verkleinern.

Redaktion: Radka Laubacher / Online: Barbara Kohler