LGBTIQ – was hinter den Farben des Regenbogens steckt

Es gibt Menschen, die definieren sich heute explizit ausserhalb des einfachen Schemas von Mann oder Frau. Es gibt Menschen, die lieben anders und begehren anders, als die Mehrheit als normal bezeichnen würde. Es gibt auch solche, die begehren überhaupt nicht.

Die Regenbogenfahnen wurden auf einen Fussgängerstreifen gemalt.
Bildlegende: Die Regenbogenfahnen wurden auf einen Fussgängerstreifen gemalt. Keystone / Melanie Duchene

In letzter Zeit sieht und hört man vermehrt von der LGBTIQ-Community. Der Gemeinschaft von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transmenschen, Intersexuellen und weiteren sogenannten «queeren» Menschen. Traditionelle Rollenbilder von Mann und Frau, von Sexualität und Zusammenleben werden stärker infrage gestellt. Diese Aufmerksamkeit führt zur Frage: Ist das denn nicht einfach eine Modeströmung?


Nein, sagt die LGBTIQ-Gemeinschaft. Sie werde nun einfach Stück für Stück sichtbarer und verschaffen sich mehr Gehör. Schliesslich habe es unter anderem Homosexualität und Transmenschen schon immer gegeben. Mit der gesellschaftlichen Öffnung würden sich nun immer mehr Menschen trauen, sich mit ihrem wahren Ich zu zeigen.


In den letzten Jahrzehnten hat sich viel getan für die Rechte von Lesben, Schwulen, Transmenschen und weiteren Formen von Sexualität und Identität. Doch noch immer gebe es Anfeindungen und Hürden. Gerade für Jugendliche, die sich anders fühlten als die Mehrheit, sei es aber wichtig, Wörter und Begriffe für die eigenen Gefühle und Empfindungen zu haben.

Autor/in: Simon Schaffer