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Legende: Video Black Sea Dahu - In Case I Fall For You abspielen. Laufzeit 05:59 Minuten.
Aus Festivalsommer Livekonzerte vom 20.07.2019.
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Gurtenfestival 2019 Kassensturz mit Black Sea Dahu: «Es bleibt ein Minus von 16'000»

Millionen von Plays auf Spotify, Auftritte an grossen Schweizer Festivals – und trotzdem ist das Musikerleben eine brotlose Angelegenheit. Janine Cathrein, Sängerin der Zürcher Folk-Popband Black Sea Dahu, erlaubt uns auf dem Gurten einen ungeschönten Einblick in die Bandkasse.

Benzinkosten für Hin- und Rückfahrt? 200 Franken. Gage für Gastmusiker und Mischer? 150 Franken. Übernachtungskosten für Musiker und Crew? 30 Franken pro Person.

Die Zürcher Folk-Pop-Band Black Sea Dahu ist so sparsam wie nur möglich, wenn sie auf Tour ist. Und trotzdem bleibt für die achtköpfige Gruppe am Ende des Tages finanziell nichts übrig, erzählt uns Sängerin Janine Cathrein im Interview.

Nur 150£ Gage für ein Konzert

«Damit wir überhaupt touren können, zahlen wir uns fast nichts aus», sagt Cathrein. Wobei es momentan nicht viel zum Auszahlen gäbe. Dass das Touren für die Band zurzeit ein Verlustgeschäft ist, liegt besonders an den Konzerten im Ausland: «Für einen Gig in England bekommen wir 150 Pfund.»

Wir sind am Ende des Jahres ungefähr mit 16'000 Franken im Minus.
Autor: Janine CathreinBlack Sea Dahu

Den finanziellen Ausgleich sucht die Zürcher Band mittels Auftritten an Festivals («Dort werden wir besser bezahlt») und Fördergeldern («Wenn wir touren, brauchen wir etwa 40'000 Franken für drei Monate.»).

Und trotzdem: Die rote Zahl, die im Finanzbüechli der Band ganz unten steht, ist nicht zu verhindern: «Wir sind am Ende des Jahres ungefähr mit 16'000 Franken im Minus», erzählt die Zürcherin.

SRF/Saskia Widmer
Legende: Janine Cathrein kurz nach unserem Interview. SRF/Saskia Widmer

Immerhin: Für Ihren Gig am Gurtenfestival konnte sich die Band die Übernachtungskosten sparen. Sie erhielt eine Schlafgelegenheit in der Wohnung von Freunden.

Keine Konzerte spielen? Unmöglich!

Stellt sich die Frage: Warum tut man sich dieses Leben am finanziellen Limit überhaupt an? «Ich kann ohne Musik nicht leben. Mein Hirn funktioniert nicht ohne. Sonst drehe ich durch», sagt Cathrein und führt weiter aus: «Auf Tour müssen wir nur schlafen und essen.» Die einzigen Sorgen seien daher Miete, Krankenkasse und Versicherungen.

Einen Lösungsvorschlag für die finanzielle Situation hätte Cathrein übrigens ebenfalls, auch wenn er relativ unrealistisch ist: «Wenn mir jeder, der einen unserer Songs hört, 10 Rappen in den Briefkasten legen würde, wäre es einfacher.»

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