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Das Smartphone – unser täglicher Freund und Helfer?
Aus Forum vom 21.11.2019.
abspielen. Laufzeit 57:13 Minuten.
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Smartphone Wie iPhone und Co. unser Leben prägen

Das Smartphone ist aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken: Wir rufen damit unsere Freunde an, verschicken Nachrichten, lesen online die News und knipsen den Sonnenuntergang. Aber verpassen wir nicht das wahre Leben, wenn wir ständig auf den Bildschirm starren?

Doch das führt auch dazu, dass wir immer mehr Zeit mit diesen Geräten verbringen. Für viele ist das Handy das erste Gerät, das sie am Morgen in die Hand nehmen, und das letzte, das sie am Abend aus der Hand legen. Und manche nehmen es gar ins Bett – um ja nichts zu verpassen. Doch wegen dem blauen Licht des Bildschirms und wegen den aufblinkenden Nachrichten leidet unser Schlaf.

Zusammen – und doch jeder für sich

Wer kennt das Bild nicht: Zwei Pärchen sitzen im Restaurant am Nebentisch – doch statt miteinander zu plaudern, schauen alle auf ihr Smartphone, versunken in ihre eigene Welt. Genau das ist, was Kritiker bemängeln: Das Smartphone bringt uns zwar in Kontakt mit der halben Welt, es überschreitet mühelos Raum und Zeit, aber zum Preis, dass wir unserem Gegenüber nur noch mit einem halben Ohr zuhören, dass wir gedanklich ständig abwesend sind.

Die unendliche Datenspur

Und es gibt noch einen Aspekt, der vielen Experten Sorge bereitet: «Diese Website nutzt Cookies. Sind Sie damit einverstanden?» Wenn wir eine neue Website aufrufen, springt uns immer ein solches Dialogfeld entgegen. Die meisten Nutzer klicken das Feld weg – und schreiben damit ihre eigene Datenspur weiter.

Wo wir uns im Netz auch bewegen, hinterlassen wir Daten. Viele Firmen sammeln diese Daten und verwerten sie. Das Handy weiss also am Ende mehr über uns, als wir selbst wissen. Eine Mehrheit der Handynutzer beachtet diese Entwicklung kaum. Datenschützer warnen dagegen regelmässig vor einer neuen Form der Überwachung durch die grossen Internetkonzerne.

Medienkompetenz will gelernt sein

Das neue Gerät eröffnet uns allen also viele neue Möglichkeiten, birgt aber auch gewisse Gefahren. Was demnach gefragt ist, ist der bewusste und sichere Umgang mit dem Smartphone, wie Daniel Süss von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW sagt. Eine solche Medienkompetenz müssten nicht nur die Jugendlichen erwerben, die mit dem Smartphone aufwachsen, sondern auch wir Erwachsene, so der Professor für Angewandte Psychologie.

Gäste in der Sendung «Forum»

In der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten die folgenden Gäste mit Hörerinnen und Hörern, wie sehr das Smartphone unseren Alltag prägt:

  • Philippe Wampfler, Lehrer und Experte für Lernen mit Neuen Medien
  • Cédric Waldburger, Unternehmer und Essentialist
  • Daniel Hellemann, Landschaftsgärtner und Ex-Handy-Besitzer

19 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Müller  (Dany)
    Guten Abend
    Was ich etwas problematisch finde, ist die Überwachung des Individuums. Fast alle Apps greifen auf meine persönlichen Daten zu. Wenn ich die Bedingungen nicht akzeptiere, kann ich die App nicht nützen. Wohin führt das?

    Die gesetzlichen Regelungen hinken m.E. immer noch stark hinterher.

    Freundliche Grüsse
    Daniel
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  • Kommentar von Bruno Koch  (BruKo)
    Steve Jops, Apple Gründer hat es seinen Kindern nicht gestattet, das erst neu erschiene iPad zu nutzen.

    Bill Gates, Microsoft Gründer erlaubte seinen Kindern keine Handys bis zum 14. Lebensjahr.

    Beide erkannten wohl schon früh die Suchtgefahr.
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Ich sah mal im Internet einen Ausschnitt aus einem Interview mit Herr Zuckerberg. Dahinter sieht man dessen Notebook mit einer gut sichtbar zugeklebten Kamera.
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  • Kommentar von Gret Geiger  (Gretchen)
    Smartphone ja, aber... wenn ich Mütter mit ihren Kleinkindern sehe, die ihr Kind kaum mehr beachten oder ihnen antworten, dann stimmt das mich jedesmal tief traurig! Wie soll ein Kind jemals Selbstvertrauen oder Selbstwertgefühle entwickeln, wenn es als "Nebensache" behandelt wird. Es ist ein weitverbreiteter und sehr bedenklicher Anblick! Hoffentlich kommt da wieder einmal eine Rückbesinnung!
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