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Schweizer Banken: Im Grossen und Ganzen gesund
Aus Nachrichten vom 13.06.2019.
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Währungshüter heben Mahnfinger Schweizer Banken im Gesundheits-Check

  • Schweizer Banken stehen finanziell auf gesunden Beinen. Das geht aus dem Bericht der Schweizerischen Nationalbank zur Finanzstabilität hervor.
  • Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS hätten demnach letztes Jahr ihr Eigenkapital erneut erhöht. Somit erfüllen Sie beinahe die Anforderungen der «To-Big-To-Fail»-Regulierung.
  • Sorgenfalten bereiten den Währungshütern der Immobilienmarkt.

Finanzhäuser haben laut dem SNB-Bericht ihre Hypothekar-Kredite ausgeweitet. Diese Kredite wären fällig, falls es zu einer Krise kommen sollte, zum Beispiel bei steigenden Zinsen oder fallenden Immobilienpreisen.

Eine Reihe von namentlich nicht genannten Banken halten laut dem Bericht zusammen einen «bedeutenden» Marktanteil im Immobilienmarkt. Und diese Banken würden im härtesten Szenario des Bankenstresstests Probleme bekommen.

SNB hält an Negativzinsen fest

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihrem geldpolitischen Kurs mit Negativzinsen fest. Die Währungshüter halten den Franken für etwas stärker als im März. Der Franken bleibt «hoch bewertet», teilte die SNB am Donnerstag mit.

Höhere Eigenmittel gefordert

Die SNB ist daher unverändert der Ansicht, dass im Segment der Renditeliegenschaften gezielte Massnahmen notwendig sind. Die Notenbank unterstütze die Vorschläge des Bundesrates. Diese sehen eine bessere Abstützung der Hypotheken für Wohnrenditeliegenschaften mit höherem Eigenkapital durch die Banken vor.

SRF-Wirtschaftsredaktor Klaus Bonanomi

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Es klingt Jahr für Jahr ähnlich, wenn die Schweizerische Nationalbank ihren Bericht zur Finanzmarkt-Stabilität vorlegt: Im Grossen und Ganzen seien die Schweizer Banken gesund; die Grossbanken machten Fortschritte bei der Eigenkapital-Ausstattung und bei ihren Notfallplänen im Hinblick auf die «too big to fail»-Regulierung.

Aber – so wie der Arzt seine Patienten beim jährlichen Gesundheits-Check vor zu hohem Blutdruck warnt, so warnt die SNB Jahr für Jahr vor den Risiken auf dem Immobilienmarkt. Viele Schweizer Banken hätten nochmals mehr Hypotheken vergeben, insbesondere bei Renditeliegenschaften, und sie wären nun nochmals anfälliger auf eine Krise durch steigende Zinsen und fallende Immobilienpreise. Immerhin zeigen die SNB-Szenarien, dass die meisten Schweizer Banken gewappnet wären gegen eine solche Krise.

Der letzte grosse Immobilien-Crash in der Schweiz liegt fast 30 Jahre zurück; viele Marktteilnehmer haben ihn nicht selbst miterlebt. Umso wichtiger sind deshalb die stetigen Warnungen der SNB. Auch wenn sie Jahr für Jahr ähnlich klingen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Ich traue den Banken nach wie vor nicht. UBS und CS kommen für mich nicht in Frage und die Raiffeisenbank ist stark Hypotheken lastig. Bleiben nur noch die Kleineren und die Kantonalbanken, aber vor Inflation können auch die nicht schützen. Gold, ja hätte man kaufen sollen, ist aber jetzt ziemlich teuer und essen kann man es im Notfall auch nicht. Eines ist absolut sicher: Die kleinen Sparer werden immer auf der Verliererseite sein.
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  • Kommentar von Christian Walter  (wuerfel)
    "Schweizer Banken stehen finanziell auf gesunden Beinen."

    Das ist laut einem Bericht von Dr. Markus Krall (Ökonom, Politologe, Soziologe) schlicht eine dreiste Lüge!
    Der Banken-Experte erläutert, warum der Geldsozialismus demnächst zusammenbrechen wird, und welche Verwerfungen auf uns zukommen.

    Megacrash voraus: Banksystem 2020 am Stress-to-Break Punkt
    https://www.youtube.com/watch?v=dku7LfketuQ
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Der letzte Boersencrash war 2008/2009, wegen Ueberschuldung. Heute, 10 Jahre spaeter hat die Welt 2x mehr Schulden. Der naechste Crash kommt bestimmt. Damals wurden die Banken "gerettet" durch die Staaten (den Bürger der heute seinen Ersparnissen nachlaeuft) Der kommende Crash wird viel schlimmer sein. Jeder muss sich selbst schützen (Gold kaufen)
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