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Zentralbanken setzen auf Altbewährtes
Aus HeuteMorgen vom 13.06.2019.
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Höchster Wert seit langem Zentralbanken setzen vermehrt auf Gold

Weltweite Handelskonflikte vergrössern das Vertrauen in das Edelmetall.

Gold gewinnt wieder stark an Wert. Der Preis ist seit Anfang Juni um rund 5 Prozent auf 1’350 Dollar pro Unze angestiegen und hat das höchste Niveau seit etwa einem Jahr erreicht.

Vor allem Länder wie China oder Russland, die in letzter Zeit mit den USA politische oder wirtschaftliche Konflikte ausgetragen haben, setzen vermehrt auf das Rohmetall.

Stimmungsperspektive wichtig beim Gold

In erster Linie gehe es dabei um politische Statements. Um zu zeigen, dass man unabhängiger sei von den USA. Die Goldmengen, welche die Notenbanken kaufen, seien zu klein, um den Goldpreis zu beeinflussen, sagt Carsten Menke, Analyst bei der Bank Julius Bär.

Sie hätten aber trotzdem einen Einfluss, denn: «Wenn wir es aus einer Stimmungsperspektive sehen, was beim Gold jeweils wichtig ist, dann hat es sicherlich einen Einfluss.»

Wenn die Anleger sehen würden, dass die Zentralbanken in einem für ihre Verhältnisse grossen Masse Gold kaufen, dann werde das Vertrauen ins Gold unterstützt, so der Experte.

Schiff am Hafen.
Legende: Für den hohen Goldpreis spielt der Handelsstreit zwischen den USA und China eine wichtige Rolle. Keystone

Die Investitionen der Zentralbanken sind also ein Faktor, doch es gibt noch andere. Der Handelsstreit der USA mit China und neu auch mit Mexiko spielt eine wichtige Rolle.

Zudem hat die US-Notenbank signalisiert, dass sie die Zinsen senken könnte – falls die Handelsstreitigkeiten negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum hätten. Auch das treibt den Goldpreis in die Höhe, denn eine schwächere Wirtschaftsleistung lässt Anleger auf Gold umschwenken.

Allzeithoch unwahrscheinlich

Carsten Menke fasst es so zusammen: «Wenn diese Faktoren zusammenkommen und die Zentralbanken das Gold in ihre Reserven aufnehmen, ist es ein interessantes Zusammenspiel, was auch bei den Anlegern das Interesse am Gold steigert.»

Ein Allzeithoch des Goldpreises, wie während der Finanzkrise, ist derzeit jedoch unwahrscheinlich. Denn damals handelte es sich um eine Krise des ganzen Finanzsystems und nicht bloss um ein Nachlassen des Wirtschaftswachstums.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Die Zentralbanken kaufen nicht Gold um den Preis zu staerken sonderen sondern aus dem unguten Gefühl die vielen Billionen Geld aus den Notendruckpressen koennten zu schlimmen Konsequenzen führen. Auf irgend eine Weise muss Monster gezaehmt werden. Seit 6000 Jahren lief es immer über Gold als Gegenwert der Zahlungsmittel. Es wird auch heute nicht anders sein. Die Zentralbanken sind private Institute und werden von der Hochfinanz kontrolliert. Wie wird dort manipuliert und dann entschieden?
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Nun muss ich aber einmal laut lachen, seit allen Zeiten wurde das Gold als nicht rentabel verächtlich von genau den Leuten abgetan , die nun fleissig Gold einkaufen, man kann es an den Goldkurven der Börsenfritzen ablesen, wie sie gierig täglich mit diesem Metall Handel betreiben. Vor Jahren habe ich schon hier im Forum Gold empfohlen und auch das Buch vom Privatbanker Ferdinand Lipps -Die Goldverschwörung-und ich sage es nochmals, freie Schweizer kauft Gold, das Geld ist bald mal 1/2 .
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    1. Antwort von M. Kaiser  (Klarsicht)
      Ein grosses Versäumnis der Grund- Schulen , dass man dort nie lernt, wie man Geld sicher inflationsbereinigt anlegt. Wer zu Zinszeiten bei 10 jähriger Laufzeit eine Obligation mit 100 000 Fr Kapital bei 5% Zins angelegt hätte, würde ein Endkapital von 200 000 Fr erhalten. Genau so beim Goldpreis , der immer Inflationsbereinigt den Kaufwert behält.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Weltweite Handelskonflikte vergrössern das Vertrauen in das Edelmetall.... Das hat nichts mit Vertrauen zu tun .... das hat mit MISStrauen zu tun! Die Handelskonflikte sind ein Massstab, aber auch Klima und Resourcenmangel, politische Konfliktsituationen helfen dem Entscheid Werte zu horten fuer im Falle eines Falles.. nicht mehr nicht weniger!
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