Zum Inhalt springen

Header

Audio
Monika Rühl unterstützt die Anliegen der Frauen
Aus Samstagsrundschau vom 15.06.2019.
abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Inhalt

Frauenanteil im Verwaltungsrat Economiesuisse gibt Widerstand überraschend auf

Direktorin Rühl wehrt sich nicht mehr gegen Vorgaben in Verwaltungsräten – anders sieht es bei Geschäftsleitungen aus.

Erst jedes fünfte Verwaltungsratsmitglied in Schweizer Firmen ist eine Frau. Das zeigen Zahlen im sogenannten Schilling-Report. Ein Fünftel – das ist zu wenig für Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl. In der «Samstagsrundschau» sagt sie: «Was die Verwaltungsräte betrifft, da kann man mit uns diskutieren. Es hat sich auch schon einiges getan, aber es geht auch für meinen Geschmack zu langsam.»

Frauenanteil von 30 Prozent

Aktuell steht im Parlament ein Richtwert zur Diskussion. Firmen ab einer bestimmten Grösse sollen im Verwaltungsrat einen Frauenanteil von 30 Prozent haben, in der Geschäftsleitung 20 Prozent. Betroffen wären rund 200 Firmen.

Erreichen die Firmen die 30 Prozent nicht, so müssten die Firmen dies öffentlich begründen und Massnahmen aufzeigen, um den Frauenanteil zu erhöhen.

Bislang hatte sich Economiesuisse gegen diesen Vorschlag gewehrt. Nun aber sagt Direktorin Rühl, sie sei zwar immer noch gegen Quoten, aber: «Wir glauben und stellen fest, dass viele unserer Mitglieder dies bereits leben, daher werden wir uns nicht vehement dagegen wehren.» Rühl gibt also den Widerstand gegen Richtwerte für den Frauenanteil in Verwaltungsräten auf.

Kein Eingreifen bei Geschäftsleitungen

Nicht diskussionsbereit ist sie bei Vorgaben für die Geschäftsleitungen grosser Firmen. «Bei Geschäftsleitungen wäre das ein direkter Eingriff in die unternehmerische Freiheit – und das lehnen wir ab.» Entscheide werden am Mittwoch im Ständerat fallen. Er befindet sowohl über Richtwerte für den Frauenateil in Verwaltungsräten als auch in Geschäftsleitungen.

Mitte Mai hatte die Rechtskommission dem Ständerat mit 6 zu 5 Stimmen bei einer Enthaltung beantragt, bei der Aktienrechtsrevision auf Geschlechterrichtwerte für Geschäftsleitungen zu verzichten. Der Nationalrat hatte den Richtwerten für beide Gremien knapp zugestimmt, mit 95 zu 94 Stimmen bei drei Enthaltungen.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christoph Heierli  (help)
    Die Economiesuisse ist und bleibt ein scheinheiliger Verein, der ohne Rücksicht auf maximalen Kapitalgewinn aus ist. Ein Wirtschaftsverein eben. Bezüglich sozialer Politik sollte dieser nicht so oft von Medien angesprochen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Lauter Geplapper der Kapitalisten 1 Tag nach dem Frauenstreik. Das ist derselbe fadenscheinige Aktionismus den die SVP in Sachen Umweltschutz nach den Klimastreiks an den Tag legt. Unglaubwürdig, marktschreierisch, einfach daneben. Wäre ihnen die Sache wichtig hätten sie schon längst Stellung bezogen, aber sicher nicht heute.Denen gehts um Macht und Geld und sie versuchen beides auf diesem Wege wenigstens zu stabilisieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Bringen wir es auf denPunkt: Es ist ein Oben-Unten Problem. Ein Geldverteilproblem der Geundbedürfnisse. Ein Grundlohnproblem und sicher ein Gerechtigkeitsproblem. Aber zuletzt das subjektive Frau Mann Lohnungleichgewichtsproblem.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen