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Erstmals seit zwei Jahren Der Euro fällt unter 1.10 Franken

  • Der Euro setzt seinen Abwärtstrend gegenüber dem Franken fort.
  • Die Einheitswährung fällt – wie bereits am Vortag – unter die psychologisch wichtige Marke von 1.10 Franken.
  • Ein Euro kostete am Abend noch 1.0983 Franken.
  • So tief lag der Euro-Franken-Kurs letztmals vor zwei Jahren.
Video
Aus dem Archiv: So kämpfen Schweizer Firmen mit der Frankenstärke
Aus DOK vom 16.03.2017.
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Die Gründe für die Euro-Schwäche beziehungsweise die Franken-Stärke sind vielfältig: Händler machen die am Markt kursierenden Hoffnungen auf Zinssenkungen, die schwächelnde Wirtschaft, die politische Spannungen in einigen europäischen Ländern sowie das Säbelrasseln im Roten Meer verantwortlich.

«Wo SNB Schmerzgrenze zieht, weiss nur sie selber»

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Die Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktor Andi Lüscher: «Die Währungshüter bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) dürften in diesen Tagen wieder nervöser sein. Ob sie bereits am Markt intervenieren, also Euro-Anlagen kaufen um den Franken zu schwächen, ist unklar. Bis letzten Freitag war das in grösserem Stil nicht der Fall. Das sieht man in den neusten Daten der Nationalbank. Man muss aber auch sagen, dass die Grenze von 1.10 Franken, die jetzt geknackt wurde den Druck auf die SNB erhöht. Wo die SNB letztlich ihre Schmerzgrenze zieht, weiss aber nur sie selber.»

Grosse Erwartungen an Draghi

Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer derzeit nach Frankfurt, wo die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre Zinsentscheidung veröffentlicht. Die Erwartungen sind gross. Ökonomen erinnern gerne daran, dass EZB-Chef Mario Draghi manchmal die Erwartungen des Marktes gar «übererfüllt». Somit sind Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Sollte der Euro nach dem Zinsbeschluss deutlich unter 1.10 Franken sinken, könnte dies die Schweizerische Nationalbank (SNB) zum Handeln zwingen.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Hug  (Hugi)
    Solange es der Schweizer Wirtschaft so gut geht (BIP-Prognose 1.6%) kann die SNB nicht intervenieren und vermutlich würden ihr die Märkte das erneute Versprechen von "what ever it takes" nicht mehr abnehmen und gegen die SNB spekulieren. Dann wird es teuer und sehr gefährlich. Ich gehe mal davon aus, dass die SNB neue Rezepte ausprobieren würde und zunächst vermutlich einfach noch weiter an der Zinsschraube in den Negativ-Bereich drehen wird.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Die Probleme für unsere Exporte bei einer weiteren Schwächung des Euro sind Tatsache. Trotzdem könnte das Risiko für unser Land X-Fach grösser sein, wenn weitere 100erte Mia EURO durch die SNB gekauft würden: Im Fall einer EURO-Auflösung hätte die SNB dann gegen 1 Billion wertloses Geld im Keller. Ob dies ohne weiteres verkraftbar wäre, ist fraglich.
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    1. Antwort von Armin Hug  (Hugi)
      Ich teile Ihre Einschätzung vollumfänglich. Die Euro-Position in der Bilanz der SNB ist ein enormes Risiko und ich kann nicht verstehen, warum hier nicht gezielt diversifiziert wird (z.B. wie die Golfstaaten mittels Staatsfonds mit deutschen Industrie-Titeln). Warum sollen wir nicht auch von der Aufwertung profitieren und Gewinne realisieren? Wenn es zwischen Italien und der EU zum Showdown kommt, werden die Märkte blitzartig reagieren und ich hätte dann lieber sichere Werte in der Bilanz...
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Das Thema wird sich in der Zukunft erübrigen weil der Euro in 3 Jahren wahrscheinlich gar nicht mehr existieren wird. Die Volkswirtschaften der Euro Laender sind zu verschieden um dem Fortbestand dieser Waehrung eine Chance zu geben. Die Nullzinspolitik der EZB führt in absehbarer Zeit zusaetzlich zum Untergang des Bankensystems weil man ihm die Rendite entzogen hat. Und dann kommt die gefürchtete grosse Krise.
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