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Legende: Audio E-Bill: Wer mehrere Konten hat, hat ein Problem abspielen. Laufzeit 05:15 Minuten.
Aus Espresso vom 22.02.2019.
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E-Banking E-Bill mit Kinderkrankheiten

E-Bill ersetzt die E-Rechnung im Online-Banking. Bei einigen Nutzern sorgt die Umstellung allerdings für Probleme.

«Für mich ist das neue E-Bill-Portal ein Rückschritt», sagt ein «Espresso»-Hörer. Er hat eine eigene Firma und wickelte seine Zahlungen bisher über das Firmen- und sein Privatkonto ab. Seit seine Bank von E-Rechnung auf E-Bill umgestellt hat, kann er Rechnungen nur noch von einem Konto aus bezahlen.

«Mit E-Rechnung konnte ich auswählen, von welchem Konto ich die Zahlung abwickeln will, das ist nun nicht mehr möglich.» Der Hörer kann die Umstellung nicht verstehen, für ihn bedeutet das eine Komforteinbusse.

Wer mehr als ein Konto hat, hat ein Problem

Ein ähnliches Problem hat ein anderer Hörer, der mit seiner Frau ein gemeinsames Haushaltskonto hat. «Bisher konnten wir gegenseitig die E-Rechnungen bezahlen. Das ist seit der Umstellung auf E-Bill nicht mehr möglich», ärgert sich der Hörer und fragt sich: «Ein neues System sollte doch besser sein als das alte und nicht umgekehrt?»

Raiffeisen hat bereits reagiert

Das auf Zahlungsdienstleistungen spezialisierte Unternehmen Six hat die neue E-Bill-Plattform als Nachfolge der E-Rechnung aufgebaut. Six schreibt dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso», bei der neuen E-Bill-Plattform handle es sich um eine technische Erneuerung, um schneller auf Marktbedürfnisse reagieren zu können: «Bei der alten Plattform waren Neuerungen mit enorm viel Aufwand verbunden und mussten bei jeder einzelnen Bank umgesetzt werden. Das war aufwändig und hat Neuerungen teilweise auch verhindert. Nun gibt es eine zentrale Plattform und ein zentrales Portal, dass viel schneller weiterentwickelt werden kann.»

Six verspricht, Probleme mit mehreren Konten oder gemeinsamem Zugriff bis 2020 zu lösen. Schnell reagiert hat die Raiffeisenbank, aufgrund von zahlreichen Reklamationen: Seit Mitte Januar sei es im E-Bill möglich, das Konto für die Zahlung auszuwählen, schreibt die Medienstelle auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso». Bei der UBS ist die Wahl des Belastungskonto bei E-Bill ebenfalls möglich.

«Espresso» vom 01.03.19:

Gleiche Mail-Adresse bei verschiedenen Banken:
Wer sich mit der gleichen E-Mail-Adresse bei zwei verschiedenen Banken für E-Bill registriert, sieht bankenübergreifend alle E-Bill-Rechnungen. Ein «Espresso»-Hörer findet das verwirrend und er möchte nicht, dass Bank A weiss, was er bei Bank B für E-Bill-Rechnungen hat. Der Zahlungsdienstleister Six sagt auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso»: Sobald dieselbe E-Mail-Adresse bei verschiedenen Banken benutzt werde, könne auf dasselbe E-Bill-Postfach zugegriffen werden. Dies sei von vielen Kunden so gewünscht worden. Doch es sorgt auch für Verwirrung. Six rät: «Wer zwei E-Bill-Postfächer möchte, muss sich mit verschiedenen E-Mail-Adressen registrieren.»
Kontoauswahl bei Raiffeisen selbst aktivieren:
Für Probleme sorgte auch die fehlende Kontoauswahl im E-Bill-Postfach von Raiffeisen. So konnten die Kunden nicht auswählen, ob eine Rechnung vom Privat-, Haushalt-, oder Geschäftskonto bezahlt werden soll. Vor einem Monat hat Raiffeisen das Problem behoben. Allerdings erscheint die Kontoauswahl nicht bei allen Kunden automatisch, sondern sie müssen die Konten im E-Banking selbst auswählen (unter Profil -> E-Bill-Rechnungen ->Belastungskonten ändern).

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Jonny Berger  (Landkind)
    Auch bei der Luzerner Kantonalbank kann man - obwohl man mehrere Konto unter dem gleichen E-Banking-Vertrag hat - das Konto auswählen, welches man zur Zahlung halt belasten möchte. Ich denke, dass es also eher ein Problem der jeweiligen Bank und nicht von Six ist.
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  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    Wieso konnte Raiffeisen als NIcht-Entwicklerin des Systems das e-Bill bereits Mitte Januar entsprechend erweitern, SIX als Entwicklerin braucht dafür aber bis 2020? Eine der beiden Aussagen ist wohl "fake". Bitte um Klärung.
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    1. Antwort von Sascha Freitag  (SF)
      Weil E-Bill wie jede andere Plattform eine Schnittstelle hat. Alles ausserhalb der Plattform ist bankenspezifisch.das heisst die ganze Datenaufbereitung und visuelle Darstellung macht ihre Bank. E-bill ist offensichtlich Konto und nicht Kunden gebunden. Das ist ein bitterer Systemfehler, der nicht einfach so schnell ausgebügelt werden kann. Raiffeisen merzt den Fehler in ihrem System selber aus, schaut, wem das Konto gehört und stellt alle anderen Kundenkontos zur Bezahlung auch zur Verfügung
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    2. Antwort von SRF News (SRF)
      Danke für den Hinweis. Die E-Bill-Plattform wird von Six den Banken zur Verfügung gestellt. Die einzelnen Banken können aber bei der Integration in ihr E-Banking gewünschte Funktionen ergänzen.
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Kann Six irgendwann einmal etwas von Anfang an richtig machen?
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