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Legende: Audio BFS: 43 Prozent der Lohnunterschiede nicht erklärbar abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 31.01.2019.
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Wieder mehr Lohnungleichheit Männer verdienen im Durchschnitt knapp 20 Prozent mehr

  • 2016 haben Frauen im privaten Sektor im Durchschnitt 19.6 Prozent weniger verdient als Männer – erstmals seit 2014 ist der Lohnunterschied wieder gestiegen.
  • Bei den Medianlöhnen liegt der Unterschied über privaten und öffentlichen Sektor gerechnet bei 12 Prozent.
  • 42.9 Prozent dieser Lohnunterschiede sind unerklärt.
  • Dies zeigt die vom Bundesamt für Statistik durchgeführte Analyse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016.
  • Zudem waren nahezu zwei von drei Vollzeitstellen mit einem Bruttolohn von weniger als 4000 Franken pro Monat von Frauen besetzt.

Je nach Branche gibt es grosse Schwankungen bei der Lohndiskriminierung. Den Rekord des grössten unerklärbaren Teils der Lohndifferenzen hält proportional immer noch die Hotellerie/Gastronomie: Über 80 Prozent der Lohnungleichheit lassen sich dort nur durch das Geschlecht erklären. Der öffentliche Sektor kommt dieses Jahr besser weg: Der Anteil der Diskriminierung ist von 41.1 auf 34.8 Prozent gesunken.

Der unerklärte Anteil

Die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern sind teilweise auf strukturelle Faktoren, den Tätigkeitsbereich oder auf persönliche Merkmale zurückzuführen. Persönliche Merkmale wie Alter, Dienstjahre oder Ausbildung. Der übrige Anteil der Lohnunterschiede bleibt unerklärt.

Mit Freiwilligkeit gescheitert

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Die Gewerkschaft Uni bezeichnet die vom Bundesamt für Statistik publizierten Lohnzahlen als «alarmierend». Lohnunterschiede, die nicht mit Ausbildung oder Verantwortung erklärt werden können, bildeten den diskriminierenden Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern.

Die Unia verlangt von allen Betrieben, dass sie 2019 – dem Jahr der Frauen – endlich Lohnanalysen durchführen. Fehlbare Betriebe müssten zwingend Massnahmen treffen, um die Frauenlöhne nach oben anzupassen. «Die Zeit der freiwilligen Massnahmen ist vorbei, sie sind offensichtlich gescheitert», hält die Gewerkschaft fest.

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern waren zwischen 2012 und 2014 von 21.3 Prozent auf 19.5 Prozent stetig zurückgegangen.

Legende: Video Aus dem Archiv: Demo für Lohngleichheit abspielen. Laufzeit 03:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.09.2018.
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108 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Hänger  (basilea@gmx.de)
    Auch Männer verdienen nicht alle gleich viel, auch bei gleichem Job/Erfahrung etc. Frauen verkaufen sich vermutlich schlechter, haben oft weniger Berufserfahrung (Kinderpause) und sind vermutlich auch öfters krank als Männer. Es gibt da halt schon auch einige biologische Unterschiede.
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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Das BFS kann nur mit Daten arbeiten, die erhoben worden sind. Nicht erklärbar heisst im Statistikershargon: Es gibt keine Daten dazu oder es sind rein zufällige Variationen. Müssten die Unternehmungen bei den Lohnerhebungen Geschlechterdiskriminierung JA oder NEIN angeben, dann wüssten wir Bescheid. Es versteht sich von selber, dass bei einer solchen Frage wohl niemand zugeben würde, dass er diskriminiert. Also wissen wir über einen Teil der Lohnunterschiede schlicht und einfach nicht Bescheid.
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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Wenn eine Frau einen Job ausübt in dem sie die gleiche Leistung erbringt wie ein Mann soll sie auch den gleichen Lohn bekommen. Alles andere ist Diskriminierung.
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