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Legende: Audio «Mir liegen der Tourismus und die Landwirtschaft am Herzen» abspielen. Laufzeit 03:18 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.06.2019.
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Obwaldner Nationalratssitz SVP will mit Parteipräsidentin zurück nach Bern

  • Die SVP Obwalden will den einzigen Sitz des Kantons im Nationalrat zurückholen, den sie 2011 verloren hatte.
  • Die Parteibasis hat am Freitag in Alpnach Parteipräsidentin und Kantonsrätin Monika Rüegger aus Engelberg für die Wahlen vom 20. Oktober nominiert.
  • Die Nomination verlief allerdings nicht ohne Nebengeräusche - verschiedene Votanten hätten lieber Kantonsrat und Landwirt Peter Seiler als Kandidaten gesehen.

Monika Rüegger ist diplomierte Metallbauplanerin. Sie sitzt seit zehn Jahren im Kantonsrat und ist seit neun Jahren im Schulrat Engelberg tätig. Seit 2016 präsidiert die 51-Jährige die kantonale SVP.

Werde sie gewählt, werde sie sich im Nationalrat vor allem für die Wirtschaft einsetzen, sagte Rüegger nach der Versammlung: «Als kleiner Kanton ist Obwalden besonders auf gute Rahmenbedingungen für den Tourismus und die Landwirtschaft angewiesen.»

Heftige Diskussionen

Ihre Nomination verlief allerdings nicht ohne Nebengeräusche. Rüegger war von einer Delegiertenversammlung der SVP bereits im Mai bestimmt worden. Der von gegen hundert Personen besuchten Nominationsversammlung vom Freitag wurde sie als einzige Kandidatin präsentiert.

Aus der Versammlung wurden aber Stimmen laut, die lieber Kantonsrat und Landwirt Peter Seiler als Kandidaten gesehen hätten. Mit ihm seien die Wahlchancen grösser, trotz Frauenbonus für Rüegger. Es gehe nicht an, dass die Parteibasis nur einen Einervorschlag vorgesetzt erhalte. Seiler war im Mai gegen Rüegger unterlegen und betonte, er halte sich an die Regeln und stehe nicht zur Verfügung.

Nach teils heftigen Diskussionen und einer Beratungspause stimmte die Versammlung schliesslich doch darüber ab, ob beide Kandidaturen zur Auswahl stehen sollten. Dieser Antrag wurde aber mit 52 zu 35 Stimmen abgelehnt, Monika Rüegger in der Folge mit einer Gegenstimme nominiert.

Zwei weitere Kandidaten

Die SVP hatte den einzigen Obwaldner Sitz im Nationalrat vor acht Jahren an Karl Vogler von der CSP verloren. Vogler war damals von einem überparteilichen Komitee portiert worden, nun verzichtet er.

Die CSP und die CVP treten bei den Nationalratswahlen nicht an, wohl aber die FDP. Sie nominierte den Kernser Bäcker-Konditor und Berufsschullehrer Marco De Col. Zudem ist eine wilde Kandidatur des CVP-Mitglieds Peter Krummenacher angekündigt.

Der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin (CVP) tritt erneut an und ist bis jetzt unbestritten.

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