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«Wegen Corona geschlossen»: Das heisst es auf den Camping-Plätzen
Aus HeuteMorgen vom 19.05.2020.
abspielen. Laufzeit 13:28 Minuten.
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SRF-User zum Campingverbot «Wir Camper tun uns nicht schwer mit Hygiene – im Gegenteil»

Im Gegensatz zu SAC-Hütten, Jugendherbergen und Hotels müssen Campingplätze wegen der Pandemie noch immer geschlossen bleiben. Auch gibt es bislang keinen Fahrplan für eine Öffnung der Campingplätze.

Das stösst bei den SRF-Usern auf wenig Verständnis. Ein Grossteil der Kommentierenden kann genau wie der Dachverband Schweizerischer Campingplätze nicht verstehen, weshalb für die Campingplätze etwas anderes gelten soll als für andere Beherbergungsbetriebe. Schliesslich sei hier kein Unterschied bezüglich Ansteckungsgefahr zu sehen.

So meint zum Beispiel User Thomas Nawrath, im Hotel sei die Gefahr sogar eher grösser als im Wohnmobil. Denn: «Im Wohnmobil oder Wohnanhänger gibt es eine eigene Küche und eine eigene Hygienezelle. Für das Zelt gibt es zumindest Campingkocher. Die wenigen Zeltgäste könnten nach Duschplan gemäss Abstandsregeln Körperpflege betreiben.»

Aufenthalte in Bungalows neu erlaubt

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Ab sofort sind Übernachtungen in hotelähnlichen Unterkünften mit separatem Bad und Dusche auch auf Campingplätzen erlaubt. Gemeint sind Aufenthalte in Bungalows, Lodges, Chalets und ähnlichem. Diese Nachricht haben Campingbetreiber heute Dienstag vom Bundesamt für Gesundheit BAG erhalten, wie die Portale von CH Media berichten. Das BAG hat dies gegenüber SRF News bestätigt.

Bea von Känel vermutet gar, dass die Behörden einem Vorurteil gegenüber Campern aufgesessen seien, und die Campingplätze deshalb geschlossen blieben: «Nein, wir sitzen nicht zu dritt auf dem Klo. Nein, wir sind keine Möchtegern-Clochards und tun uns mit Hygiene schwer. Im Gegenteil.»

Nein, wir sind keine Möchtegern-Clochards und tun uns mit Hygiene schwer. Im Gegenteil.
Autor: Bea von KänelSRF-Userin

Andere User wie etwa Daniel Bucher finden, dass die Unterschiede zwischen den Branchen bei den Lockerungen ganz generell schwierig zu verstehen seien: «Der Bundesrat hat offensichtlich den Überblick verloren und sich in Detailregelungen völlig verirrt. (...) Ich kann mit dem ÖV ins Hotel fahren und übernachten, aber nicht im eigenen Camper mit der Familie auf einen Campingplatz.» Auch bei Userin Emily Linder hat der Bundesrat bei dieser Regelung einen schweren Stand: «Was die Coronakrise angeht, stehe ich hinter dem Bundesrat und dem BAG und finde, die haben einen guten Job gemacht. Was aber die Öffnung von Campingplätzen, Zoos und Tiergärten anbelangt, hört mein Verständnis irgendwie auf.»

Das grösste Problem bei Campingplätzen ist ganz offensichtlich der WC-, Wasch- und Duschbereich.
Autor: Jean-Claude Albert HeusserSRF-Userin

Einige Kommentierende aber verstehen die Behörden auch. So sieht Jean-Claude Albert Heusser durchaus spezifische Schwierigkeiten für Campingplätze: «Das grösste Problem bei Campingplätzen ist ganz offensichtlich der WC-, Wasch- und Duschbereich, denn dort ist es problematisch!». Und User Daniele Röthenmund fordert den Bundesrat sogar auf, standhaft zu bleiben: «Ich werde jetzt etwas Unbeliebtes tun und den BR in Schutz nehmen. (...) Der BR hatte sicher einen ganz klaren Plan, doch durch den Druck einiger ist dieser durcheinander geraten. Was mir fehlt, ist die Standfestigkeit im BR, den Plan abzuarbeiten und sich nicht treiben zu lassen.»

In der nicht repräsentativen User-Umfrage ist die Tendenz bisher aber eindeutig: Mehr als 90 % der Teilnehmenden finden, dass die Öffnung der Campingplätze mit entsprechendem Schutzkonzept erlaubt werden sollte.

Heute Morgen, 19.05.2020, 06:00 Uhr;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Inner  (forever)
    Hotels sind wirtschaftlich (geschäftliche Übernachtungen) zu priorisieren. Camping ist hauptsächlich für die Freizeit und deshalb wirtschaftlich von geringerer Relevanz. Ich denke, dass diese Überlegungen den BR Entscheid auch beeinflussen.
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  • Kommentar von Marcel Krohn  (makro)
    Selbst für den grössten Teil der Nicht-Camper ist die Öffnung der Campnibgplätze selbst-verständlich.
    Für viele ist ein zweites Zuhause - eine gepflegte Idille. Kein Gelage, keine Partys etc. - keine relevante Ansteckungsgefahr und doch jederzeit verfolgbar, da Gäste registriert. Liebe Politiker zeigt Herz - Argumente habt ihr keine - und zeigt das in der Schweiz auch Camper gerne geschätzt sind. Danke!
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  • Kommentar von Kurt Schütz  (Leader)
    Gerne zeige ich verschiedenen Kommentarschreibern der Unterschied zwischen dem eigenen Wohnmobil (Dusche, getrennte Toilette, problemloses Social Distancing) etc und einer SAC Hütte.
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