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Legende: Audio SP-Wahlkampfleiterin Masshardt: Umfrage ist ein Warnsignal. abspielen. Laufzeit 01:59 Minuten.
01:59 min, aus HeuteMorgen vom 22.02.2019.
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Reaktionen auf Wahlbarometer SVP und SP im Umfragetief vereint

  • Gemäss der Sotomo-Wahlumfrage würde die SVP 2,4 Prozentpunkte verlieren und noch auf 27 Prozent Wähleranteil kommen.
  • Auch die SP ist im Abwärtstrend und kommt auf ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten.
  • Doch Spitzenkräfte beider Parteien sehen kaum einen Grund, um von ihren politischen Strategien abzurücken.

Die wenig erbaulichen Ergebnisse des Wahlbarometers für seine Partei beeindrucken SVP-Wahlkampfleiter Adrian Amstutz nicht: «Die Umfragen grenzen ja an die Arbeit von Mike Shiva. Darum halte ich nichts von diesen Zahlen.»

Auch SP-Wahlkampfleiterin Nadine Masshardt zeigt sich nur wenig erschüttert von den nur noch 17,4 Prozent für ihre Partei. Es wäre das schlechteste Ergebnis aller Zeiten: «Ja, die Umfrage ist sicher ein Alarmsignal zur richtigen Zeit», erklärt sie. Aber der echte Gradmesser seien die nächsten kantonalen Wahlen, vorab jene in Zürich.

Klimapolitik bringt der SP nichts

Stark beschäftigt die Befragten des Wahlbarometers offenbar die Klimapolitik. Davon profitieren Grünliberale und vor allem die Grünen – und die gehören laut der Umfrage zu den grössten Siegern, nicht aber die SP.

Dieses Resultat verwundere sie nicht, sagt SP-Nationalrätin Masshardt: «Deshalb ist es nicht überraschend, dass reflexartig die Parteien im Aufwind sind, die das Wort ‹grün› im Namen tragen. Aber was auch klar ist – mit Empörung alleine retten wir das Klima nicht.» Es brauche auch Lösungen, und dies habe die SP im Parlament bewiesen, beispielsweise mit der Energiestrategie 2050.

Albert Rösti
Legende: SVP-Chef Albert Rösti: Gegen die Wahlkampftaktik der politischen Gegner in Fragen des Rahmenabkommens. Keystone

SVP-Alleinstellungsmerkmal in Gefahr?

Auch der SVP macht die Parteikonkurrenz zu schaffen. So ist sie bei der Europapolitik nicht mehr die einzige Partei, die sich gegen das Rahmenabkommen einsetzt, auch die anderen grossen Parteien sind skeptisch.

Für SVP-Parteipräsident Albert Rösti ist das allerdings reine Wahlkampftaktik. Sobald die Wahlen vorbei seien, würden SP, CVP und FDP für das Rahmenabkommen einstehen, betont er: «Wer die Freiheit der Schweiz erhalten will, kann in Bezug auf die EU nur SVP wählen.» Nur die SVP sei gegen die dynamische Rechtsübernahme von EU-Recht.

Während die SVP voll auf die Mobilisierung ihrer Wählerschaft setzt, will die SP neue Wähler dazugewinnen. Am Ziel – mindestens 20 Prozent Wähleranteil – halte man fest, ergänzt SP-Wahlkampfleiterin Masshard.

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77 Kommentare

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  • Kommentar von pedro neumann (al pedro)
    Ach ja, jetzt ist grün und Klimaschutz gerade Mode, aber dann mit dem Flieger in die Badeferien düsen und das neuste Handy kaufen, ist dann voll ok!
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  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher (anti_sozialist)
    Falsch Herr Bär, die SVP ist für gute Beziehungen mit allen interessiert, aber im Gegensatz zu allen anderen Parteien möchte die SVP keine EU auf Schweizer Boden, keine EU die Staaten und Nationen unterdrückt oder bevormundet, was nun einmal Reflexgefühle hervorruft. Es würde also an der EU liegen sich zu verändern.
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    1. Antwort von Bruno Bär (Wahrheitssucher)
      @Kaltenbacher: Die SVP hetzt gegen Ausländer und das Fremde, was die Urinstinkte des Menschen trifft, darum deren Erfolg. Aber die Höhlenbewohnerzeit ist längst Geschichte. Heute braucht es den Weg des Dialoges und Kompromisses. Zugegeben ist dieser Weg steinig und mühsam. Aber nur er führt zu einer friedlicheren und sauberen Welt.
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    2. Antwort von Janusz Kaltenbacher (anti_sozialist)
      Herr Bär, kriminelle Ausländer, Islamisten und Integrationsverweigerer zu kritisieren ist für Sie Hetze? Darf man das autokratische Gehabe der EU nicht mehr thematisieren? Kompromisse, wo die Schweiz unter dem Strich immer verliert, anstatt das beide Seiten gleichmäßig etwas abgeben oder gewinnen, sind keine Kompromisse, sondern Knebelverträge zu Lasten der Schweiz. Vor allem was die Mitte im Ständerat ständig verschlimmbessert.
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    3. Antwort von Bruno Bär (Wahrheitssucher)
      Ihr Kommentar zeigt, was die SVP und Sie unter Kompromiss verstehen. Der andere muss tun, was ich will. Genau diese diktatorische Haltung führt zur Konfrontation. Klar muss man gegen Terroristen und Verbrecher konsequent vorgehen.
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    4. Antwort von Janusz Kaltenbacher (anti_sozialist)
      Wieder so eine Unterstellung von Ihnen. Bei einem Kompromiss gibt jeder etwas dem anderen und bekommt etwas vom anderen, die Schweiz dagegen gibt immer etwas der EU und bekommt aber nie etwas von dieser zurück. Die Linken sind immer absichtlich für Verträge zum Nachteil der Schweiz, während die Mitte etwas von Kompromiss schwafelt und damit schon an die erste Verhandlung geht, aber gar nie verhandelt, sondern sich knebeln lässt, so dass auch nichts gescheites dabei heraus kommt.
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  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher (anti_sozialist)
    Tatsache ist aber auch, dass der Umfrageleiter von sotomo gegenüber einer grossen Schweizer Tageszeitung neulich gesagt hat, er selber stünde zwischen FDP und SP, also auch nicht ganz neutral und sein Institut von seinen (SRF) Medienauftritten natürlich profitiere.
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