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Nachfolger für Rebord gesucht Amherd ist offen für Frau an Armee-Spitze

  • Verteidigungsministerin Viola Amherd ist offen für die Kandidatur einer Frau für die Leitung der Schweizer Armee, wie sie in einem Interview mit «Le Matin Dimanche» sagt.
  • «Wenn ich eine Frau berufe, dann nicht wegen ihres Geschlechts, sondern weil sie die Beste ist», sagte die Walliser CVP-Bundesrätin.
Legende: Video Aus dem Archiv: VBS-Chefin Viola Amherd nimmt Rücktritt von Korpskommandant Rebord an abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.04.2019.

Amherd räumte ein, dass es einen «deutlichen Frauenmangel unter den Armeekadern» gibt. «Die Herausforderung besteht daher darin, die Armee bei Frauen zu fördern.» Dazu will Amherd angehende Offiziere in zivile Schulen schicken, die dort ihre Arbeit vorstellen sollen. «Aber es sind die Verantwortlichen dieser Institutionen, die das letzte Wort haben» und ihre Zustimmung geben müssten, fügte Amherd an.

Was die mögliche Wehrpflicht für Frauen betrifft, so erklärte Amherd im Unterschied zur bisherigen Haltung des Bundesrat, «offen für diese Frage sein». «Ich will keine Optionen ausschliessen», sagte die Bundesrätin, «denn wir müssen Lösungen finden, um den Personalmangel in der Armee zu beheben». Es würden mehrere Wege geprüft, um die Armee attraktiver zu machen.

Amherd nimmt nicht an Frauenstreik teil

Bevor die Armee für Frauen obligatorisch werde, sollten erst Fortschritte bei der Lohngleichheit erzielt werden, erklärte Amherd weniger als einen Monat vor dem geplanten nationalen Frauenstreik am 14. Juni. Wegen der Bundesratssitzung, die am selben Tag stattfindet, hat die Bundesrätin nicht die Absicht, an der Bewegung teilzunehmen.

«Wenn an diesem Tag drei Frauen fehlen, ist es, als ob man vier Männer alles entscheiden lässt», sagte Amherd. «Das ist zu gefährlich.» Der amtierende Armeechef Philippe Rebord (62) hatte im April seinen Rücktritt auf Ende des Jahres wegen gesundheitlicher Probleme angekündigt. Für die Suche nach einem Nachfolger setzte der Bundesrat eine Findungskommission ein.

Die Ablösephase zwischen Rebord und dessen Nachfolger sollte im Herbst beginnen. Nach Angaben des Bundesrates ist kein militärischer Rang erforderlich, um Chef der Armee zu werden. Selbst ein Zivilist könnte die Position theoretisch übernehmen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Eine Frau an der Spitze, die offensichtlich keine höhere Of-Ausbildung hatte, nie einen Verband geführt hat aber kann's ja wohl auch nicht sein. Frau Amherd sollte sich bemühen sich auf jene zu konzentrieren, die von der Materie wirklich auch etwas verstehen und nicht, darauf aus sein, eine Frau an die Spitze stellen zu müssen, nur weil's gerade mal so politisch IN ist.
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  • Kommentar von markus aenishaenslin  (aenis)
    Ich denke das Armee mit dem heutige Waffengesetz entscheid, keine neuen Kampfflieger mehr erhalten werden. Die selben Politiker die sich heute in Siegeslaune befinden, sind als bald auf die 840000 brüskierte Stimmbürger/in wieder angewiesen.
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Das wäre dann ja wohl der grösste Quoten-Scherz seit es Gender-Studien gibt. Frauen machen nicht mal 1% der Armeeangehörigen aus. Würde aber ins Schema der durchschnittlichen Gleichstellungsargumentation passen. Bei Chef-Posten, Geschäftsführung, Spitzenpolitik u. überall wo es attraktiv ist, wird auf Quoten gepocht. Bei Drecksarbeit langgezogenes Schweigen. Wenn Frauen wehrpflichtig wären, u. mind. 1/3 der Streitkräfte stellen würden, wäre eine Chefin der Armee gerechtfertigt. Vorher nicht.
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    1. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Und in den Kindergärten arbeiten etwa 99% Frauen, trotzden sind deren Vorgesetzte meist Männer. In Pflegeberufen das selbe. In Putzinstituten dasselbe. Aber wehe eine Frau erfrecht sich, Chefin in einer Männerdomäne zu werden.
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    2. Antwort von Charles Grossrieder  (View)
      BR sagt sie will die/den Beste(n) fuer die Armee. Viel korrekter und mit mehr Sinn kann man sich auf diese Frage kaum antworten. Hut ab vor BR Amherd sie denkt mit dem richtigen Organ.
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    3. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Ja Frau Andrea Esslinger, man kann unsere Armee bald einmal mit einem Kindergarten vergleichen, das haben Sie sehr gut gesagt. - Doch genau die Frauen, die es von der Qualifizierung eigentlich in der Armee-Spitze bräuchte, gibt es wahrscheinlich (noch) gar nicht. NB: Es kommt selten gut, wenn man Gefreite zum General, bzw. Führer machen will. (smile)
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    4. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Frau Esslinger liegt mit ihrem Kindergarten-Vergleich gar nicht so daneben. Jedesmal wenn ich mit hohen Berufsmilitärs zu tun gehabt habe, hat mich das an einen Kindergarten erinnert.
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