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Medikamente nun auch online
Aus Tagesschau vom 25.03.2020.
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Folgen der Corona-Krise Streit um Versand von Medikamenten spitzt sich zu

Online-Händler wollen in der Krisensituation eine Gesetzesänderung per Notrecht – Apotheker halten das für überzogen.

Die grösste Schweizer Online-Apotheke will mehr Medikamente verschicken können. Der Geschäftsführer der «Apotheke Zur Rose» fordert eine Gesetzesänderung per Notrecht: «In dieser Krisensituation wollen wir den Leuten die Möglichkeit geben, beispielsweise Neo-Citran bei uns zu bestellen, ohne dazu ein Rezept beschaffen zu müssen», sagt Zur-Rose-CEO Walter Oberhänsli.

Gemäss Gesetz darf der Online-Händler nur Medikamente verschicken, wenn ihm ein Rezept vorliegt. Dies gilt auch für rezeptfreie Medikamente. Die Corona-Krise verschärft nun einen alten Streit zwischen Apothekern und Online-Medikamentenhändlern.

Apotheker gegen Notrecht

Der Schweizerische Apothekerverband ärgert sich. Der Verbandspräsident Fabian Vaucher sagt in der Tagesschau: «Hier Notrecht zu ergreifen, erachten wir als unverhältnismässig». Die Apotheken könnten die Versorgung gewährleisten. Auch sie hätten den Hauslieferdienst dank Hilfe von beispielsweise Studenten ausgebaut.

Zurzeit herrscht Grossandrang in Schweizer Apotheken. Es kommen doppelt so viele Kundinnen und Kunden. Verbandspräsident Vaucher lanciert einen Hilferuf: «Fachpersonen, die heute in der Industrie oder bei Krankenversicherern arbeiten, sollen sich bei uns melden.»

Fiebermesser ausverkauft

Nach den Hamsterkäufen der letzten Tage mussten die Regale in den Apotheken wieder aufgefüllt werden.«Heute gibt es bei den Medikamenten an Schmerzmitteln alles wieder, bei Fieberthermometern hingegen sind wir immer noch ausgeschossen», sagt Fabian Vaucher vom Apotheker-Verband.

SRF 4 News, 25.03.2020, 12:00 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Hunziker  (MH1)
    Wieso rennen den die Leute doppelt so viel in Apotheken? Desinfektionsmittel kaufen kann ich ja verstehen. Aber sonst? Es sind ja anzahlmässig nur wenige Leute erkrankt.
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  • Kommentar von Reto Thalparpan  (retothal)
    Die Apotheken setzen regelmässig diverse sogenannte Checks auf die Rechnung. Als Kunde nimmt man diese Checks jedoch in der Apotheke gar nicht wahr - sondern erst auf der Rechnung (in Franken und Rappen). Ein Rezept für Neo-Citran, um es im Internet bestellen zu können, ist ein Witz! Es braucht hier eindeutig mehr Konkurrenz; es gibt ja Apotheken wie Sand am Meer...
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  • Kommentar von Peter Zingg  (WiseAdvice)
    Die Apotheke ist eine der letzten Detailhandel-Bastionen welche immer noch zu Bruttopreisen handeln. Während viele andere Branchen vom freien Einkauftourismus und notabene auch vom Konsumentenschutz zu immer tieferen Margen gedrängt worden sind, hat sich der KS genau in diesem Hochpreissegment, (trotz massiver Probleme mit den Gesundheitskosten), nie eingeschaltet!
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