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Campingplätze wollen öffnen
Aus HeuteMorgen vom 16.05.2020.
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Corona-Schliessung dauert an Campingplatz-Betreiber sauer auf Bundesrat

Noch gibt es vom Bund keinen Fahrplan zur Wiedereröffnung der Campingplätze in der Schweiz. Die Betreiberinnen und Betreiber fühlen gegenüber anderen Beherbergungs-Betrieben ungerecht behandelt.

Der Bund hat die Zelt- und Campingplätze schlichtweg vergessen, sagt Wolfgang Bosshardt, Präsident von Swisscamps, dem Dachverband Schweizerischer Campingplätze.

Wir fühlen uns nicht gleichberechtigt behandelt.
Autor: Wolfgang BosshardtPräsident Swisscamps

SAC-Hütten, Jugendherbergen oder auch Hotels sind wieder offen oder hätten gar nie schliessen müssen, ärgert sich Bosshardt. Die rund 400 Campingplätze in der Schweiz sind dagegen mit Ausnahme für Dauermieter als einzige Beherbergungsbetriebe weiterhin zu.

Dabei würden auch die Campinganbieter die Schutzkonzepte einhalten, sagt Bosshardt. Die Branche fühle sich nicht gleichberechtigt behandelt. Wie hoch der Verlust insgesamt ist, kann er noch nicht abschätzen.

Millionenverlust beim TCS

Zahlen gibt es dagegen beim Touring Club Schweiz. Der TCS betreibt 24 Campingplätze. In den Monaten April bis Mai beträgt der Verlust bis jetzt zwischen 5 und 6 Millionen Franken, sagt Oliver Grützner, Leiter Freizeit und Tourismus beim TCS. Das sei ein Viertel des Jahresumsatzes.

Stark frequentierte Daten wie Ostern und Auffahrt sind für die Campingplätze bereits ins Wasser gefallen. Nun drohe für Pfingsten dasselbe.

Ueli Maurer: «Machen Sie Ferien in der Schweiz»

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Mit einem Aufruf für Ferien im eigenen Land hatte sich Bundesrat Ueli Maurer an die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz gewandt.

«Geben Sie das Geld hier aus. Besuchen Sie die Naturschönheiten. Machen Sie Sport. Geniessen Sie das feine Essen, den feinen Wein, das Bier, das Wasser, alles was wir haben», sagte Maurer.

Geduld heisst es jedoch für Betreiberinnen und Betreiber von Zeltplätzen. Denn zur Öffnung der Campingplätze gibt es vom Bund noch keinen Fahrplan. Daniel Koch, der Covid-19-Delegierte des Bundesamtes für Gesundheit, verweist auf den Bundesrat: «Wir können den Entscheidungen des Bundesrats nicht vorgreifen.»

Im Moment werden Reservationen zwar entgegengenommen. Dies aber nur unter Vorbehalt: Wenn die Campingplätze nicht öffnen können, erhalten die Kunden das Geld zurück oder können den Aufenthalt auf ein späteres Datum schieben, sagt Grützner.

Die Branche hofft nun auf den 27. Mai. Dann plant der Bundesrat die nächsten Lockerungsschritte in der Coronakrise bekannt zu geben.

Heute Morgen, 06:00 Uhr

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Ernesto Walter  (Inchalla)
    Nun der Schweizer Bundesrat mag Camper nicht in der Schweiz ... Bars und Restaurants ohne nötigen Abstand ( Basel Baden ) ist ihm lieber ....Tattoos wichtiger ... Alphütten ....
    An alle Camper ab ins benachbarte Ausland wir sind hier nicht erwünscht nur Dauercamper .. darum wehren sich die Campingplätze auch nicht sehr, die sind ehe schon voll..besetzt
    Es ist komplett unverständlich das Camper mit eigener Dusche und Toilette auf einer eingegrenzten Parzelle nicht Corona sicher stehen können
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Camper1)
      Genau , aber nicht im Juni sondern sofort öffnen
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  • Kommentar von Kurt Häring  (khg)
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass der BR anfänglich die Campingplätze schlicht und einfach vergessen hat und nachher das Gesicht nicht verlieren wollte. Dass das Problem mit den Sanitäranlagen rel. einfach zu lösen ist und das vermutlich besser als in SAC-Hütten, ist auch den sieben hohen Damen und Herren klar. Ich hoffe schwer, dass sie spätestens am 27. Mai über ihren Schatten springen und sie auf anfangs Juni freigeben.
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  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    In DE öffnen alle im Verlauf vom Mai. In Österreich ab 29. Mai (Dauercamper bereits ab 1. Mai). Ab Mitte Juni sind die Grenzen wieder offen, dann also ab nach DE oder AT .... oder ans Meer nach Italien ...
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    1. Antwort von Ernst von Allmen  (MEVA)
      Ap nach Italien ans y Meer, und nach zwei Wochen zurück in die Schweiz um Corona auszuheilen.
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