Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Bundesgericht bestätigt Der Mörder von Marie wird ordentlich verwahrt

  • Der Verurteilte kann keiner Therapie zugänglich sein – zu diesem Schluss kommen die Lausanner Richter, die sich auf psychiatrische Gutachten stützen.
  • Einer der Experten geht von einer lebenslänglichen Untherapierbarkeit aus, der zweite Gutachter begrenzte seine Prognose auf die nächsten 20 Jahre.
  • Das Bundesgericht hat im vorliegenden Urteil seine Rechtsprechung bestätigt.
Legende: Video Aus dem Archiv: Mörder von Marie wird ordentlich verwahrt abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 27.09.2018.

Nach dieser Rechtsprechung ist zusätzlich zur lebenslänglichen Freiheitsstrafe die Anordnung einer Verwahrung zulässig, weil dies Einfluss auf die Bedingungen für eine bedingte Entlassung hat.

Abgewiesen hat das höchste Schweizer Gericht das Argument des Täters, wonach eine Verwahrung erst nach einer erfolglosen stationären therapeutischen Massnahme angeordnet werden dürfe.

Im Gesetz fänden sich keinerlei Hinweise dafür, schreibt das Bundesgericht im veröffentlichten Entscheid. Der Gesetzgeber habe auf eine solche Regelung verzichtet, wie aus dem Protokoll der Parlamentsdebatte hervor gehe.

Was vorher geschah

Der Verurteilte hatte 2013 die 19-jährige Marie in einen Wald bei Châtonnaye FR entführt, wo er sie über Stunden quälte und schliesslich mit einem Gürtel erdrosselte. Das Kantonsgericht Waadt verurteilte den Mann im September 2018 wegen Mordes, Freiheitsberaubung, Entführung, sexueller Nötigung und weiterer Delikte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und einer ordentlichen Verwahrung.

Der im Kanton Freiburg in einer wohlhabenden Familie aufgewachsene Schweizer war bereits im Jahr 2000 im Alter von 22 Jahren zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte 1998 seine damalige Ex-Freundin in einem Chalet in La Lécherette VD vergewaltigt und erschossen.

2012 erfolgte eine bedingte Entlassung. Obwohl er unter Hausarrest stand und elektronische Fussfesseln trug, konnte der verurteilte Mörder das Überwachungssystem überlisten und sich unbemerkt entfernen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.