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Darüber wird abgestimmt Die Zersiedelungs-Initiative in Kürze

Was würde sich ändern? Welche Argumente bringen Befürworter und Gegner ins Spiel?

Erklärvideo

Am 10. Februar 2019 entscheiden Volk und Stände über die Initiative «Zersiedelung stoppen - für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung.

Ziel der Vorlage

Die Siedlungsfläche der Schweiz hat sich in den letzten Jahren stark vergrössert. Mit der Initiative wollen die Jungen Grünen die Siedlungsfläche der Schweiz nachhaltig eindämmen.

Neu

Die Zersiedelungs-Initiative will die Gesamtfläche der Bauzonen in der Schweiz auf den heutigen Stand beschränken. Neue Bauzonen dürfen nur noch geschaffen werden, wenn andernorts eine mindestens gleich grosse Fläche als Bauzone aufgehoben wird.

In der Verfassung wird festgelegt, welche Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen noch gebaut werden dürfen. Bund, Kantone und Gemeinden müssen zudem nachhaltige Formen des Wohnens und Arbeitens fördern.

Drei Argumente dafür

  • Die Zersiedelung verschandelt das Landschaftsbild der Schweiz. Wird die Zersiedelung gestoppt, steigt die Lebensqualität.
  • Für einen wirksamen Landschaftsschutz reicht das aktuelle Raumplanungsgesetz nicht. Es erlaubt weiterhin stetiges Wachstum des Siedlungsgebiets auf Kosten von Grünflächen.
  • Die vorhandenen Baulandreserven sind so gross, dass es auch in Zukunft genug Wohnraum für alle geben wird. Die Initiative schafft den Anreiz, das vorhandene Bauland effizienter zu nutzen.

Drei Argumente dagegen

  • Das neue Raumplanungsgesetz, welches im März 2013 vom Volk angenommen wurde, bekämpft die Zersiedelung bereits genug.
  • Bei einem Ja werden sowohl die Entwicklung und Ansiedlung von Unternehmen als auch die landwirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt.
  • In Ballungsräumen kann die Initiative zu einer Verknappung von Bauland führen. Das würde zu einem Anstieg der Grundstücks- und Wohnungspreise sowie der Mieten führen.

Abstimmungsempfehlungen

Bundesrat und Parlament empfehlen die Initiative zur Ablehnung. Im Nationalrat sprachen sich 143 Mitglieder gegen die Initiative aus, 37 dafür. Im Ständerat wurde die Initiative mit 34:3 Stimmen abgelehnt.

Parolen der acht grössten Parteien zur Zersiedelungs-Initiative

JA
SP | Grüne | EVP
NEINCVP | BDP | FDP
Parole noch nicht gefasst
GLP | SVP

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6 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Jede Initiative die gegen das weitere Zubetonieren unserer Schweiz ist, muss angenommen werden. Es ist egal, ob eine dieser Initiativen noch nicht genügend weit geht. Es kann immer noch eine weitere uns strengere gestartet werden. So können wir wenigsten Schritt für Schritt dazu kommen, dass gar nichts mehr neues gebaut werden darf, ausser man hat auf dem Grundstück ein bestehendes Haus abgerissen. Leider haben wir keine Politiker die sich trauen, sich für den Bevölkerungsrückgang einzusetzen.
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    1. Antwort von Matthias Schönenberger (matthisch)
      Ich würde dafür stimmen, nur weiss ich leider genau, dass das Schweizer Bünzlivolk gegen jeden Neubau, der dann konsequenterweise in die Höhe gebaut werden muss, vorgehen wird. Und so gehts nun halt leider nicht. Entweder wird mit Nachhaltigkeit auch undichter gebaut, oder es wird überall in die Höhe gebaut. Und zwar stark in die Höhe. Denn, ob es nun Herr und Frau Schweizer passt oder nicht: Die Bevölkerung steigt.
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  • Kommentar von Joel Streiff (El Padron)
    Hhmmm... Mehr Lebensqualität und Landschaftsschutz gegenüber mehr Geld, Geld und nochmals Geld. Was ist wohl wichtiger? Ach stimmt, wir sind ja in der Schweiz...
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    1. Antwort von Matthias Schönenberger (matthisch)
      Es geht beim Geld-Aspekt nicht um das Geld für "die da oben". Sollte die Initiative angenommen werden, werden in den nächsten 50 Jahren die Grundstücks- und Immobilienpreise und-mieten logischerweise (noch mehr) steigen. Ich bin selber noch jung und habe nicht vor später für meine Familie für eine normale Wohnung über 3000.- im Monat zu bezahlen. Ein Haus kann ich mir dann eh nicht leisten. Aber ich nehme mal an dass 75% der Ja-Stimmer eh bereits ein Haus besitzen und es ihnen ja egal sein kann.
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  • Kommentar von Mirco Sutter (Meo Sutter)
    Könntet ihr nicht das Easyvote-Video nehmen? Ist neutraler erklärt.
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