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Legende: Video Alles wie gehabt im Luzerner Regierungsrat abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.05.2019.
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Zweiter Wahlgang Luzerner Regierung bleibt männlich und bürgerlich

  • Die Grüne Korintha Bärtsch unterliegt im zweiten Wahlgang der Luzerner Regierungsratwahlen den beiden Bisherigen Paul Winiker (SVP) und Marcel Schwerzmann (parteilos).
  • Die Überraschung bleibt also aus: Der Kanton Luzern wird weiterhin von einem rein bürgerlichen und männlichen Gremium regiert.
  • Nach dem ersten Wahlgang vom 31. März 2019 konnte sich Korintha Bärtsch valide Hoffnungen machen. Sie lag nach dem damaligen Schlussresultat vor dem parteilosen Regierungsrat Marcel Schwerzmann.

Das Schlussresultat des zweiten Wahlgangs fällt ziemlich deutlich aus. Nach Auszählung aller 83 Gemeinden holen sich die bisherigen Regierungsräte Paul Winiker (SVP) 65'887 Stimmen und Marcel Schwerzmann (parteilos) 59'746 Stimmen. Sie sind damit wiedergewählt. Korintha Bärtsch der Grünen unterliegt mit 51'640 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 40.8 Prozent.

Einschätzung von SRF-Redaktorin Mirjam Breu

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Der gemeinsame Auftritt war für das Bisherigen-Duo Winiker/Schwerzmann wichtig – vor allem für den Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. Ihm war bewusst: als Parteiloser wird es ohne Unterstützung eines bürgerlichen Komitees schwierig. Gegen dieses Team hatte die grüne Kandidatin Korintha Bärtsch das Nachsehen. Trotz dem Bekenntnis auch aus bürgerlichen Kreisen zur Einbindung der linken Kräfte und der Frauen unterlag sie am Ende. Das Stimmvolk setzte die Prioritäten. Die Fortsetzung des bürgerlichen Kurses wurde höher gewichtet als die Vertretung aller politisch relevanten Kräfte in der Regierung.

«Gutes» grünes Resultat – trotz Niederlage

Der parteilose Kandidat Marcel Schwerzmann musste nach dem 31. März um seine Wiederwahl zittern. Im ersten Wahlgang landete er da hinter Bärtsch. Dementsprechend erleichtert zeigte er sich nach dem heutigen Schlussresultat. «Viele sagten ein knappes Resultat voraus», sagt Schwerzmann gegenüber SRF, «insofern bin ich sehr erfreut über dieses Ergebnis und motiviert weiterzuarbeiten».

Die Grüne Korintha Bärtsch spricht trotz Niederlage von einem guten Resultat. «Noch keine grüne Kandidatur hat im Kanton Luzern über 50'000 Stimmen gemacht.» Enttäuscht sei sie jedoch trotzdem. «Ich bin enttäuscht, weil Luzern auch die nächsten vier Jahre ohne weibliche und ohne links-grüne Vertretung regiert wird.»

Luzerner Regierungsratswahlen 2019 – 2. Wahlgang

Kandidierende

Stimmen
Paul Winiker (SVP), bishergewählt
65'887
Marcel Schwerzmann (parteilos), bishergewählt
59'746
Korintha Bärtsch (Grüne)
51'640

Geschlossene Linke nach 1. Wahlgang

Da Bärtsch im ersten Wahlgang mehr Stimmen als Schwerzmann geholt und den fünften und letzten Regierungsplatz erreicht hatte, wurde sie auch von der SP und der GLP empfohlen. Diese Parteien haben es sich zum Ziel gemacht, gemeinsam den 2015 verlorenen linken Regierungssitz zurückzuholen.

Legende: Video Bärtsch: «Ich bedauere das Ergebnis» abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.05.2019.

SVP und FDP sprachen sich für eine rein bürgerliche Regierung und damit für Winiker und Schwerzmann aus. Nicht festlegen mochte sich die CVP. Sie entschied, den Wählern keine Empfehlung dazu abzugeben, welches Duo das am Sonntag gewählte Trio Guido Graf (CVP/bisher), Reto Wyss (CVP/bisher) und Fabian Peter (FDP/neu) ergänzen soll.

Luzerner Regierungsratswahlen 2019 – 1. Wahlgang

Kandidierende

Stimmen
Guido Graf (CVP), bishergewählt
59'403
Reto Wyss (CVP), bishergewählt
58'202
Fabian Peter (FDP)
gewählt
56'485
Absolutes Mehr-----

54'369
Paul Winiker (SVP), bisher
53'779
Korintha Bärtsch (Grüne)
42'965
Jörg Meyer (SP)
42'574
Marcel Schwerzmann (parteilos), bisher
39'552
Roland Fischer (GLP)

35'379
Rudolf Schweizer (PS)

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6 Kommentare

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  • Kommentar von R. Sommerhalder  (rso)
    Da die SP und die Grünliberalen ebenfalls Frau Bärtsch unterstützt haben und K. Bärtsch zudem einen "Frauenbonus" hatte ist das erzielte Wahlresultat dieses 2. Wahlganges für die Grüne Kandidatin äusserst schlecht!
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  • Kommentar von Hansueli Oswald  (DOKU)
    Wahrscheinlich bleibt alles beim Alten. Aber eben das Stimmvolk hätte eine Chance gehabt, wenn viele der enttäuschten Luzerner ihre Stimme abgegeben hätten. Mit der Faust im Sack ändert sich leider nichts. So sieht die Zukunft für den Kanton Luzern gar nicht rosig aus.
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Ist dies eine Überraschung? Nein, denn dieser Kanton ist bürgerlich, auch in grossen Teilen der CVP. Gratulation an Marcel Schwerzmann und Paul Winiker, die gezeigt haben, dass auch bei einer beispielslosen Medienkampagne gegen sie, Kompetenz und Inhalt zählen!
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