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Aargau Verkehr macht mobil gegen illegale Gleisübertritte
Aus HeuteMorgen vom 18.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
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Aargau Verkehr fährt Kampagne Abkürzungen über die Gleise können teuer werden

  • Seit Anfang Jahr wurden bei Aargau Verkehr über 180 Personen wegen verbotener Gleisüberschreitungen verzeigt.
  • Die Kontrolleure hatten in der Vergangenheit eine Zunahme dieser Verstösse festgestellt.
  • Jetzt will man bei Aargau Verkehr noch stärker gegen dieses Fehlverhalten, das als Offizialdelikt gilt, vorgehen.

Man muss nicht lange warten, bis am Bahnhof Gontenschwil im Aargauer Wynental jemand die Regeln bricht. Die Kontrolleure von Aargau Verkehr beobachten verdeckt, wie ein junger Mann nach dem Aussteigen aus dem Zug eine Abkürzung nehmen will und über die Geleise huscht.

Der junge Mann versucht zu flüchten und wird nach wenigen Metern von den Kontrolleuren gestellt. Er erhält eine Anzeige zuhanden der Staatsanwaltschaft. Ihn erwarten Kosten von mehreren 100 Franken.

Über 800 fehlbare Handlungen in 2019

«Solche Kontrollen wird es künftig öfter geben», sagt der Kommunikationsbeauftragte von Aargau Verkehr, Erwin Rosenast. Denn die Übertritte hätten zugenommen: «Wir haben gemerkt, dass es in der letzten Zeit eine Zunahme gab. In den ersten zehn Monaten haben wir über 800 fehlbare Handlungen festgestellt.»

Über 180 Personen habe man seit Anfang Jahr verzeigt, erklärt Dominik Grenacher, der bei den Aargauer Regionalbahnen für die Sicherheit zuständig ist. Er hofft, dass mit der Aktion die Bahnpassagiere dieses «Schnell-mal-über-die-Geleise-hüpfen» nicht mehr als Kavaliersdelikt ansehen.

Bussen sprechen sich schnell herum

Die Erfahrung zeige, dass sich die Bussen schnell herumsprechen und es so weniger Gleisüberschreitungen gebe.

Auch das Bundesamt für Verkehr hat eine Kampagne gegen das Problem lanciert. Wie oft es in der ganzen Schweiz vorkommt, weiss man allerdings nicht. Die SBB will für ihr Netz keine Zahlen bekannt geben.

Grosse Gefahren auch bei kleinen Bahnen

Für Grenacher ist es wichtig, dass die Gefahr der Gleisüberschreitungen bekannter werde. Schliesslich sei auch bei kleinen Bahnen die Gefahr gross: «Ich habe das Gefühl, dass die Hemmschwelle tiefer ist, weil wir nicht so schnell fahren, wie die SBB. Aber der Bremsweg bei 40 oder 50 Kilometern pro Stunde ist immer noch 150 bis 200 Meter lang, auch bei unseren kleinen Bahnen.»

Und die Probleme sind ebenfalls die gleichen. Bei einer unerwarteten Notbremsung können auch in einem kleinen Zug Passagiere verletzt werden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wer einmal einen solchen Unfall miterlebt hat, wird nie wieder über Gleise oder unter geschlossenen Bahnschranken durch gehen. Es ist fürchterlich und sowas verschwindet nie mehr ganz aus dem Gedächtnis. Soviel Zeit sollte man sich immer nehmen, das Leben hat doch schönere Momente zu bieten.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Schlimm genug, dass man fehlendes Hirn mit Bussen kompensieren muss. Aber die lausigen paar Franken schreckt doch niemand ab.
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  • Kommentar von Timo Bucher  (rasifix)
    Grundsätzlich voll einverstanden damit, dass man nicht über Gleise gehen sollte. Aber es gibt auch Ausnahmefälle, wo das von Seiten der Bahnbetreiber dumm gelöst ist. z.B. einspuriger Bahnhof, wo vor dem haltenden Zug die Barriere zu bleibt. Da über die Gleise zu gehen ist schlicht und einfach ungefährlich und ich habe ein gewisses Verständnis, wenn man da über die Gleise geht, um den Zug zu erwischen (sonst wartet man 30 Minuten). Also bitte mit Augenmass...
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