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Entscheidend ist die Reife des Kindes
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 17.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
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Zu jung für den Kindergarten Immer mehr Zürcher Eltern verschieben den Kindergarteneintritt

Kindergartenkinder sind in den letzten Jahren immer jünger geworden, die jüngsten sind nun kaum vier Jahre alt. Für viele Eltern ist das zu früh, sie wollen den Eintritt um ein Jahr verzögern und stellen vermehrt Gesuche um Verschiebung.

Stichtag Kindergarten: Was gilt

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Das Bildungskonkordat Harmos, durch welches die Bildung in der Schweiz vereinheitlicht wird, hat auch Konsequenzen auf das Einschulungsalter der Kinder. Seit 2014 hat sich der Eintritt in den Kindergarten jährlich um einen halben Monat verschoben. Zum letzten Mal geschah dies 2019. Alle Kinder, die bis am 31. Juli ihr viertes Altersjahr vollendet haben, sind dieses Schuljahr in den Kindergarten eingetreten.

In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Gesuche von zwei auf sechs Prozent an. Es ist eine Entwicklung, mit der das Zürcher Volksschulamt gerechnet hat. Ganz genau kenne das Volksschulamt die Gründe nicht, sagt die Leiterin Marion Völger, denn die Gesuche werden direkt an die Gemeinden gestellt: «Natürlich macht es zum einen der Stichtag aus, dass Eltern sagen, wir wollen das Kind ein Jahr später schicken.»

Zum anderen könnten es aber auch Betreuungsthemen sein. Das heisst, je nachdem, welches Modell die Eltern gewählt haben, kann die Betreuung des Kindes mit dem Eintritt in den Kindergarten offenbar aufwändiger werden. Das Wichtigste aber: «Entscheidend ist die Reife des Kindes». Und die könne in diesem Alter sehr unterschiedlich sein.

Mehr Informationen für besorgte Eltern

Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass möglichen Ängsten der Eltern begegnet werde, so Völger: «Die Schule soll die Eltern mit Informationen unterstützen.» Das Volksschulamt habe zusammen mit dem Kindergartenverband und dem Lehrerverband eine entsprechende Broschüre entwickelt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von guenther wuesten  (g.wuesten)
    Die verängstigten Eltern, die ihre kleinen nicht loslassen können. Diese Sicht auf die ja eh inkompetenten Eltern, ist einfach nur noch anstrengend. Gibt es eine objektivierbare Studie, die belegt, dass die frühe Einschulung für die Persönlichkeit des Kindes auf jeden Fall besser ist? Vielleicht auch schon schön wenn man Eltern ein Minimum an eigner Denkleistung zuspricht.
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  • Kommentar von Michael Geissbühler  (M.Geissbühler)
    Wir haben es bei 3 von unseren 4 Kindern auch so gemacht und bereuen es kein bisschen, im Gegenteil. Es lohnte sich in doppelter Hinsicht.
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  • Kommentar von Matthias Rey  (matthiasrey)
    Ich habe grosses Bedauern mit den Kleinen, die kaum aus den Windeln in den Kindergarten müssen. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass die Jahre, die ich als Kind zuhause verbringen durfte, die schönsten meines Lebens waren. Kindergarten damals mit 6, Schulbeginn dank Gesuch meiner Eltern mit 7. Trotzdem habe ich später 2 Studienabschlüsse mit Bestnoten gemacht und keiner hat danach gefragt, dass dies alles 2 Jahre später geschah. Warum nur nimmt man den Kindern ihre Kindheit?
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    1. Antwort von Dani Griesser  (PDQ)
      Weil so die Kinder bis zur PISA Studie ein Jahr mehr Schule haben und in den Augen der Politik dann besser abschneiden. Und die Mütter können schneller wieder ins Hamsterrad der Wirtschaft einsteigen. Pure Wirtschaftinteressen und Profilierungsgier der Politik. Weitweg vom Kindeswohl...
      PS: Haben unsere Kinder auch zurückgestellt und sie genossen das Jahr zu Hause beim Spielen und Basteln.
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