Zum Inhalt springen

Header

Audio
Zürichs beliebteste Orte am Wasser gehen bald wieder auf
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 28.05.2020.
abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Inhalt

Corona-Übersicht ZH und SH Bald wieder offen: Zürichs beliebteste Orte am Wasser

Das Wichtigste aus Zürich und Schaffhausen, seit der Bund die ausserordentliche Lage ausgerufen hat.

  • Die Stadt Zürich will ihre beliebtesten Orte am Wasser wieder zugänglich machen.
  • Am 6. Juni aufgesperrt werden der Obere Letten, das Utoquai und die Blatterwiese, bekannt als Chinawiese.
  • Die Gitter bleiben jedoch stehen, falls die Polizei die Anlagen wieder absperren müsste.

Weitere Informationen

Zürich, 28.05.20 - Stadt Zürich öffnet Gelände am Gewässer demnächst: Sonne tanken am Oberen Letten oder am Utoquai ist bald wieder möglich: Die Stadt Zürich öffnet die gesperrten Gelände am 6. Juni. Auch die Blatterwiese, bekannt als Chinawiese, und die städtischen Hallen- und Sommerbäder gehen dann auf. Die zuständige Stadträtin Karin Rykart habe das heute beschlossen, teilt die Stadt Zürich mit. Wenn die Menschen sich aber nicht an die Abstands- und Hygieneregeln halten, werden die Anlagen erneut geschlossen. Die Gitter bleiben darum vorerst stehen.

Auch der Greifensee ist bald wieder besser zugänglich: Die Stadt Uster öffnet die gesperrten Parkplätze, Plätze und Grillstellen. Und das bereits am 30. Mai.

Zürich, 28.05.20 – Flughafen Zürich präsentiert sein Schutzkonzept: Der Flughafen Zürich bereitet sich auf einen ersten Anstieg des Luftverkehrs und des Passagieraufkommens nach den Grenzöffnungen im Juni vor. Fluggesellschaften werden in den nächsten Wochen über 350 Flüge an rund 70 europäische Destinationen anbieten, auch Langstreckenflüge. Zudem haben ausländische Fluggesellschaften angekündigt, Zürich wieder vermehrt anzufliegen. Der Flughafen hat dazu sein Schutzkonzept vorgestellt.

  • Schutz- und Hygienemassnahmen werden angesichts des Passagieraufkommens ausgebaut – einerseits werden Reinigungsintervalle erhöht und Kontaktflächen wie Handläufe oder Gepäckwagen desinfiziert. Und es wurden über 200 Desinfektionsmittelspender in den Flughafenhallen verteilt.
  • Andererseits wurde neue Geräte angeschafft: Zum Einsatz kommen Putzroboter. Zudem können an Hygieneautomaten Masken und Desinfektionsmittel gekauft werden. Und es gibt Plexiglas-Schutzscheiben, etwa an Schaltern.
  • Menschenansammlungen könnten nicht immer vermieden werden. Darum werde den Passagieren empfohlen, am Flughafen eine Maske zu tragen. Eine Maskenpflicht besteht aber nicht, das sei rechtlich nicht möglich, sagen die Flughafenverantwortlichen.
  • Mit verschiedenen Massnahmen sollen Passagieransammlungen jedoch möglichst vermieden werden. Bei der Grenzkontrolle werden zum Beispiel möglichst viele Schalter geöffnet. Beim Check-in wird dagegen möglichst nur jeder zweite Schalter genutzt, um die Anstehzone zu vergrössern.
  • Anpassungen gibt es auch beim Boarding: Es erfolgt gestaffelt und die Passagiere steigen in jeweils begrenzter Anzahl ein. Die Kapazität der Flughafenbusse wurde reduziert.

Zürich, 27.05.20 – Zoo Zürich freut sich auf Wiedereröffnung: Seit dem Nachmittag ist es nun offiziell: Auch Tierpärke dürfen am 6. Juni wieder Besucherinnen und Besucher empfangen. Der Direktor des Zoo Zürich, Alex Rübel, ist froh und erleichtert. Der Zoo habe während der fast dreimonatigen Zwangspause gut 10 Millionen Franken an Einnahmen verloren, rechnet er vor.

Als grosser Tierpark, der finanziell gut aufgestellt sei, könne der Zoo Zürich diese Krise verkraften, sagt Rübel auf Anfrage. Das, obwohl sie keine Personalkosten einsparen konnten in dieser Zeit, denn die Tiere mussten weiterhin versorgt werden. Für kleinere Zoos dürfte die finanzielle Lage dagegen schwieriger sein, mutmasst der Zoo-Direktor.

Um die Schutzvorgaben des Bundes einzuhalten, richtet der Zoo Zürich ein Zählsystem ein, nicht nur bei den Haupteingängen, sondern auch bei den Tierhäusern. Kleinere Tierhäuser blieben zudem vorerst geschlossen. Innerhalb des Zoo Zürich gibt es ausserdem eine Art Einbahnsystem, der die Besucherströme lenkt.

Zürich, 26.05.20 – Zürcher Mietvelos sind gefragt dank Corona: Bereits vor dem offiziellen Lockdown Mitte März stiegen die Zürcherinnen und Zürcher aufs Velo um. Das beobachtete Raoul Stöckle, Chef des E-Bike-Unternehmens Bond (früher: Smide). «Wir hatten 40 bis 50 Prozent mehr Fahrten im Februar als im Jahr davor», sagt er zum «SRF Regionaljournal». Das schöne Wetter habe sicher dazu beigetragen, aber hauptsächlich seien die Leute aufs Velo gestiegen, um den öffentlichen Verkehr zu vermeiden.

Der Velo-Vermieter Publibike beobachtete denselben Trend. Allerdings gingen die Vermietungen an Wochentagen zurück, weil die Pendler im Homeoffice arbeiteten. Dafür boomte der Service am Wochenende. Bisheriger Rekord: Samstag, 16. Mai mit mehreren tausend Fahrten. Man habe viele neue Kunden gefunden, sagt eine Publibike-Sprecherin, man hoffe, dass sie auch nach Corona ein Velo mieteten.

Zürich, 26.5.20 – Gibt es für Senioren bald individuelle Besuchslösungen? Fast kein Kontakt zu den Angehörigen, Besucher hinter Glasscheiben, Ausgang höchstens an den Wochenenden: Die Corona-Krise ist für viele Bewohnerinnen und Bewohner eines Altersheims wie das Leben in einem Gefängnis. Das sagte der ehemalige Chef des Zürcher Justizvollzugs, Thomas Manhart, im «Tages-Anzeiger». Marcel Odermatt, Sprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion, will die aktuelle Situation in den rund 350 Altersheimen im Kanton nicht beschönigen. Er sagt: «Es ist eine sehr schwierige Situation für Bewohnerinnen, Betreuer und das ganze Umfeld.»

Und trotzdem: Der Kanton Zürich verteidigt seine teilweise rigorosen Massnahmen in den Pflegeheimen und stützt sich dabei einerseits auf die Vorgaben des Bundes, andererseits aber auch auf die Statistik. Diese besagt nämlich, dass besonders ältere Leute mit Vorerkrankungen gefährdet sind. Bis am 25. Mai sind im Kanton Zürich 128 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, über 60 Prozent von ihnen waren Bewohner eines Altersheims. «Es ist daher richtig, wichtig und sinnvoll, dass wir diese Menschen besonders schützen», sagt Odermatt weiter.

Pro Senectute Zürich hat Verständnis für die Massnahmen des Kantons. Und trotzdem: Weil die ältere Bevölkerung zusehends unter dem fehlenden Austausch mit den Angehörigen leidet, fordert die Organisation für das Alter Heimleitungen und den Kanton auf, Lösungen zu suchen, um die soziale Isolation der Altersheim-Bewohner zu beenden. Diese Forderung stösst in der Gesundheitsdirektion auf offene Ohren. Sprecher Marcel Odermatt sagt: «Die Zahl der Neuansteckungen ist tief, Lockerungen könnten diskutiert werden.»

Zürich, 26.5.20 – Das Auto-Kino in Dietlikon hat die Erlaubnis des Kantons: Das Auto-Kino in Dietlikon kann seinen Betrieb wieder aufnehmen. Der Kanton Zürich hat die Bewilligung erteilt. Der Anlass fand bereits Mitte Mai zehn Tage lang statt. Die Gemeinde Dietlikon gab unerlaubterweise dafür eine Bewilligung. Diese hätte aber beim Kanton Zürich beantragt werden müssen. Der Betreiber des Auto-Kinos auf dem Parkplatz des Jumbo-Markts sagte nun gegenüber «20 Minuten», er habe vom Kanton Zürich eine Ausnahmebewilligung erhalten.

Ein paar sitzt in einem Auto und schaut auf die Leinwand des Auto-Kinos.
Legende: In den nächsten Tagen werden im Auto-Kino in Dietlikon wieder Filmeklassiker gezeigt. Keystone

Der Kanton Zürich begründet die Bewilligung für das Auto-Kino damit, dass die Gefahr einer Ansteckung sich weiter verringert habe. Deshalb hat auch die Drive-in-Bühne in Dietikon eine zweite Chance erhalten. Die Justizdirektion hatte den Anlass ursprünglich nicht gestattet – wegen des Versammlungsverbots. Nun, da sich die Vorgaben des Bundes mittlerweile geändert haben,kann auch die Drive-in-Bühne stattfinden. Die Bewilligung dafür wurde vom Kanton erteilt.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, diverse Sendungen seit 16.3.2020

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

176 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.