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Legende: Audio Wie der Kantonsrat das Nachtnetz ausbauen will abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 19.08.2019.
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Ausbau des Nachtnetzes Zürcher Kantonsrat hat ein Herz für Nachtschwärmer

Von Zürich und Winterthur aus dem Ausgang zurück nach Hause aufs Land – das sei heute recht umständlich, findet eine Mehrheit des Zürcher Kantonsrates. Er fordert einen «zeitgemässen» Ausbau, der alle Regionen berücksichtigt und heisst einen Vorstoss der EVP gut.

Lange Fahrten nach Hause

Eine Fahrt von Winterthur ins 25 Kilometer entfernte Bauma dauere morgens um 2 Uhr 30 mit dem Nachtbus eine Stunde und 36 Minuten, rechnete Hans-Peter Hugentobler von der EVP dem Rat vor. Das könne nicht sein. Abgesehen davon nutzten heute etwa 15'000 Menschen das Nachtnetz pro Nacht, 2003 seien es noch 1000 gewesen.

Die konkreten Forderungen:

  • Die Abdeckung aller Regionen durch Nacht-S-Bahnen statt Sammelbusse.
  • Eine Angleichung des Angebots an das Tagesnetz.
  • Neu soll das Nachtnetz bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zur Verfügung stehen.

Ablehnung auf bürgerlicher Seite

Ausser SVP, FDP und CVP befürworteten alle Parteien den Vorstoss. Kantonsrat Ulrich Pfister von der SVP begründete die Ablehnung mit den Kosten: «Die SVP ist nach wie vor der Ansicht, dass das Nachtnetz kostenneutral zu betreiben ist.» Das werde schwierig, wenn das Angebot ausgebaut werde.

Regierungsrätin Carmen Walker-Späh (FDP) argumentierte, der Rat habe der Regierung ja bereits den Auftrag zur Überarbeitung des Nachtnetzes erteilt. «In diesem Sinn hat der ZVV das Projekt bereits gestartet, er ist an der Arbeit.»

Trotzdem überwies der Rat den Vorstoss der EVP mit 90 zu 79 Stimmen. Der Regierungsrat hat jetzt zwei Jahre Zeit um einen Bericht zu verfassen, wie das Nachtnetz ausgebaut werden könnte.

Kantonsrat setzt sich für ZVV-Verkaufsstellen ein

Die Regierung soll sich dafür einsetzen, dass die Schliessung der ZVV-Verkaufsstellen am Goldbrunnen- und Schwamendingerplatz in der Stadt Zürich wieder rückgängig gemacht wird. SVP, CVP, Grüne und AL hiessen einen Vorstoss der SP gut. Bemerkenswert: Die Verkaufsstellen wurden seinerzeit geschlossen, weil der Kantonsrat die Verkaufsstellen-Strategie des ZVV gutgeheissen hat. Nun hat der Rat offenbar seine Meinung geändert.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    "Ein Herz für Nachtschwärmer"? Blödsinn. In der Nacht ist es nun wirklich nicht sinnvoll, den öV auszubauen. Wer über die Stränge schlägt, soll sich bitte ein Hotel suchen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Schon merkwürdig, dass ausgerechnet die links/grünen Parteien einen Ausbau des Nachtbetriebs im öV fordern und jetzt zustimmten. Wenn die Verkaufs-Unternehmen die Ladenöffnungszeiten verlängern möchten opponieren die gleichen linken Gruppierungen (vorallem die Gewerschaften!), dass das fürs Personal einfach unzumutbar sei! Nun, S-Bahn-Züge oder Nachtbusse werden ebenfalls von Menschen (Angestellten) geführt! Sind Bus-Chauffeure oder Lokführer im zusätzlichen Nachtdienst weniger wert?
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    24h-Ego-Spass für alle*! CO2frei! Geil! Party!
    (* ausser für Leute, die in den Städten wohnen, aber... sch****egal...)
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