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Legende: Video Krawalle rund um die Reitschule in Bern abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.05.2019.
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In der Nacht auf Sonntag Zehn verletzte Polizisten bei Krawallen vor Berner Reitschule

  • Rund um die Reitschule in Bern sind in der Nacht auf Sonntag von Unbekannten mehrere Strassenbarrikaden aufgestellt und teilweise in Brand gesteckt worden.
  • Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus und setzte Tränengas ein.
  • Laut Polizeiangaben wurden bei dem Einsatz zehn Polizisten verletzt. Elf Personen wurden festgenommen.
  • Die Reitschule distanziert sich von der Gewalt.

Mehr als 30 Vermummte hatten laut der Zeitung «Der Bund» gegen 0.30 Uhr rund um das Gebiet Schützenmatte begonnen, Barrikaden zu bauen und diese anzuzünden. Die Randalierer hätten anrückende Beamte mit Feuerwerkskörpern und Laserpointern attackiert. Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) vermutet die «gewaltextremistische linke Szene» als Urheber. Es sei eine offensichtlich organisierte Gewaltorgie und die Krawalle seien scharf zu verurteilen.

Bei den elf verhafteten Personen handelt es sich laut Polizeiangaben um neun Schweizer, einen Senegalesen und einen Sri Lanker zwischen 16 und 60 Jahre. Sechs kamen am Sonntag bereits wieder frei, fünf waren polizeilich ausgeschrieben.

Mehrere Zehntausend Franken Sachschaden

Bei den Ausschreitungen sind auch Autos in Brand geraten. Drei davon brannten vollständig aus. Das nahegelegene Amtshaus wurde mit Farbe verschmiert. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Franken.

Die Reitschule rief die Beteiligten in der Nacht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, sich «deesakalativ» zu verhalten. Im Kulturzentrum befanden sich den Angaben zufolge rund 1000 Personen. Es fanden mehrere Konzerte und Veranstaltungen statt. Gegen Morgen habe sich die Situation beruhigt, schrieb die Reitschule.

Zusammenhang mit Fabrikool-Transparent

Der genaue Hintergrund der Krawalle ist noch unklar. Sicherheitsdirektor Nause wies aber darauf hin, dass es ein Transparent im Zusammenhang mit Fabrikool gegeben habe. «Für mich gibt es überhaupt keine Rechtfertigung irgendwelcher Art, dass man solche Gewaltakte begeht», betonte Nause.

Die Fabrikool-Aktivisten hatten zwei Jahre lang die Alte Schreinerei in der Länggasse genutzt. Am vergangenen Dienstag war das Gebäude polizeilich geräumt worden. Am Freitag hatten rund 150 Personen gegen die Räumung demonstriert.

Reitschule distanziert sich von Gewalt

Die Mediengruppe der Reitschule Bern schreibt am Sonntagnachmittag in einer Medienmitteilung: «Die Reitschule lehnt alle Gewalttätigkeiten von der Nacht auf Sonntag entschieden ab.»

Für die Betreiberinnen und Betreiber der Reitschule sei die Sicherheit der Gäste in den Kultur- und Gastrobetrieben an erster Stelle gestanden. Zu den Gründen der Auseinandersetzungen könnten sie sich nicht äussern.

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imber  (Wasserfall)
    Chaoten aus linken wie aus rechten Kreisen, die die öffentliche Ruhe gewaltsam stören, Sachbeschädigungen an öffentlichem oder privatem Gut begehen u Körperverletzungen verursachen, sind genau gleich zu behandeln d.h. zu verhaften, vor ein Gericht zu stellen und gemäss den begangenen Straftaten zu bestrafen. Da gibt es für beide Seiten keine angeblich moralischen Entschuldigungen. Leider werden von diesen gewalttätigen Personen nur eine Minderheit konsequent verfolgt. Wenn ich falsch parkiere...
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Halt nochmals (zum X-ten Mal): Wenn jemand im Internet oder in einem Medien-Forum ein tägliches Negativproblem mit oder wegen Ausländern beim Namen nennt, wird er zum "Rechtsextremen" (sogar als "Rassist" u.U. vor Gericht gezogen!). Fackelt jemand fremdes Eigentum ab oder wirft Steine gegen Polizeibeamte und verletzt 10 (!) Beamte, wird er einfach als "Unbekannter" im Bericht beschrieben! Dieses Faktum hat offensichtlich heute mehrmals gereicht, wegen Netiquette-verletzend mich zu zensurieren!
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    1. Antwort von Peter Holzer  (Peter Holzer)
      Herr Bolliger: „11 verhafteten handelt es sich um 9 Schweizer, einen Senegalesen und einen Sri-Lanker.“ Keine Ahnung welchen Text sie gelesen haben, aber dies ist alles aus obigem Bericht zu entnehmen. Nirgends steht „Unbekannter“! Wir sollten alle bei den Fakten bleiben, danke.
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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Und wieder einmal wird jegliche Relation ausser Acht gelassen. Was da abgelaufen ist, ist zu verurteilen. Nur ist das Problem weiss Gott nicht gelöst, wenn die Reitschule einfach geschlossen wird. Oder wollen wir die Fussballspiele verbieten, um die Hooligans loszuwerden? Dass da etwa die Reitschule auch noch mit dem Platzspitz verglichen wird, ist absolut verwerflich und zeigt, dass manch ein Kommentarschreiber keine Ahnung hat.
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