Zum Inhalt springen

Header

Video
Illegale Party in Bern
Aus Schweiz aktuell vom 29.06.2020.
abspielen
Inhalt

Illegale Partys Dicht gedrängtes Feiern ohne Coronaschutz

Eine Party mit Grossandrang, aber ohne Schutzmassnahmen: Das will die Stadt Bern künftig verhindern. Nur wie?

Die Musik war laut: «In der Nacht auf Sonntag sind aus der Region Bern Dutzende Lärmklagen eingegangen», schreibt die Kantonspolizei Bern. Sie fand die Quelle auf dem Vorplatz der Reitschule. Weil dort so viele Leute waren, schritt die Polizei zunächst nicht ein.

Bilder der Party hat «20 Minuten» online publiziert:

Von Samstagvormittag bis Sonntag Früh dauerte die Party gemäss dem Bericht, mit hunderten, vielleicht tausenden Leuten. Erst am Sonntagmorgen beschlagnahmte die Polizei die Musikanlage, wie sie mitteilt, zwei Personen werden angezeigt.

Die Reitschule distanziert sich ausdrücklich vom Anlass. Nicht wegen des Lärms, sondern wegen Corona:

Was tun mit unbewilligten Partys, an denen keine Schutzmassnahmen eingehalten werden? Wie sollen die Behörden vorgehen?

Das denkt der Stadtpräsident

Alec von Graffenried war überrascht, sagt er: «Bisher verhielt sich die Jugend sehr diszipliniert. Jetzt plötzlich eine Party ohne jede Vorsichtsmassnahme, das geht gar nicht.» Da werde die Stadt Bern nun aktiv, damit so etwas nicht mehr passiere.

Ein nächstes Mal muss man früher einschreiten.
Autor: Alec von GraffenriedBerner Stadtpräsident

Alle Veranstaltungen brauchen ein Corona-Schutzkonzept. Nur: Partys wie die vom Wochenende werden oft kurzfristig angesagt und ohne ein Bewilligungsgesuch durchgeführt. Was können die Behörden da tun? «Man muss wach sein», sagt Stadtpräsident von Graffenried. Aber man zähle auch darauf, dass alle bei der Bekämpfung des Coronavirus mitmachten. «Diese Solidarität müssen wir jetzt einfordern.»

Die Rolle der Polizei

Die Polizei habe wohl erst gemerkt, dass sie einschreiten sollte, als bereits zu viele Leute auf dem Platz waren, sagt der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried. «Ein nächstes Mal muss man eindeutig früher intervenieren.» Am Samstagnachmittag und Abend seien noch kaum Leute vor Ort gewesen, da hätte man die Musikanlage gut wegräumen können. «Nachdem es richtig losgegangen war, nach Mitternacht, war es vermutlich zu spät.»

Die Berner Kantonspolizei wollte diesen Vorwurf nicht kommentieren. Sie verweist auf ihre Kommunikation vom Wochenende: Eine Intervention hätte leicht eskalieren können und hätte die Anwesenden gefährdet.

Die Strategie der Behörden

Polizei, Regierungsstatthalter und Gemeinderat sind in Kontakt. «Wir werden dieses Ereignis analysieren», sagt Stadtpräsident von Graffenried. «Und wir werden zusammen mit der Polizei schauen, was zu tun ist, damit so etwas nicht mehr vorkommt.» Noch ist das künftige Vorgehen also offen.

Klar ist derzeit: Die Plätze und Pärke der Stadt Bern sollen weiterhin genutzt werden können. «Gerade draussen ist es möglich, Abstand zu halten», sagt Alec von Graffenried. Aber so wie am Wochenende auf der Schützenmatte, das gehe natürlich nicht.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:31/17:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

40 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Einerseits wird verlangt, dass man alle Anliegen der U-25 ernst nimmt, da sie so reif und vernünftig sind. Auf der anderen Seite soll man maximale Rücksicht auf die Jungen nehmen, da sie nicht im Stande seien auf Parties u.ä zu verzichten. Die Jungen sollen also maximale Partizipation und keine Verantwortung haben. Tolles Angebot, erwachsen sein ist völlig unattraktiv, denn wer will schon auf maximal viele Rechte verzichten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Moment mal? Für wessen Schutz wurde der Lockdown gemacht? Wer musst dennoch weiterhin arbeiten gehen? Wer hinterlässt wem rund 400 Milliarden Franken Schulden der öffentlichen Hand? Wer hat den Planeten wirtschaftlich und ökologisch an den Rand des Kollaps gebracht? Diejenigen, die noch nicht abstimmen dürfen oder erst seit ein paar Jahren?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
    Entwicklungspsychologisch dürfte es aussichtslos sein, jungen Leuten zu verbieten, sich zu treffen, eng beieinander zu sein und zu schreien, und je mehr man dies versucht, desto mehr Widerstand wird es geben. Man wird vielleicht die Clubs schliessen müssen, aber dies wird illegale Raves und Demos attraktiver machen. Denken wir an die Untergrund-Club Szene vor einigen Jahrzehnten, an die illegalen Radiosender, als SRF das Monopol hatte, Wie man solche Hotspots verhindern will, weiss ich nicht
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Patrick Müller - ich glaube, man sollte die Schuldigen nicht bei der Polizei suchen !!
    Jeder noch so junge Mensch hat eine Verantwortung und die wird einfach nicht eingehalten. Das sind die Schuldigen und deren Eltern, wo Respekt und Verantwortung ein Fremdwort ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen