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Legende: Audio Wie ist Bern und YB gerüstet für die Fans von GC, Thun und Basel? abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
01:35 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.05.2019.
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Heikle Fussballspiele Herausforderung für Bern

Bern muss sich für zwei spezielle Fussballpartien rüsten. Wie geht man mit Fans um, die sich nicht an Regeln halten?

Sportlich geht es um kaum mehr etwas: YB ist längst Meister, GC seit dem Sonntag definitiv Absteiger. Diese beiden Teams treffen am Donnerstag in Bern aufeinander. Das Spiel ist als «rotes Spiel» eingestuft, als Risikospiel.

Die Vorgeschichte zu GC

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GC lag am letzten Sonntag im Spiel gegen den FC Luzern mit 0:4 zurück – der Abstieg in die Challenge League war besiegelt. GC-Hooligans kletterten über die Abschrankungen im Stadion und drohten, auf das Spielfeld zu stürmen. Das Spiel wurde unterbrochen. Am Ende erzwangen die Hooligans den Spielabbruch.

Die Swiss Football League (SFL) hat gegen die Chaoten aus dem GC-Sektor bereits Massnahmen ergriffen. Am Dienstag verhängte die Liga gegen fünf Personen die ersten Stadionverbote.

Dementsprechend gross wird das Polizeiaufgebot in der Stadt Bern sein – grösser als bei einem normalen Super-League-Spiel. Nicht nur, weil GC-Fans am Sonntag den Spielabbruch erzwangen – das Spiel sei bereits vorher als rotes Spiel eingestuft gewesen, sagt der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause.

Als klar war, dass GC absteigen wird, verhinderten die Fans, dass das Spiel zu Ende gespielt wird.
Legende: Als klar war, dass GC absteigen wird, verhinderten die Fans, dass das Spiel zu Ende gespielt wird. Keystone

Genau hingeschaut wird bei diesem Spiel jedoch vor allem, wer ins Stadion darf und wer nicht. «Wir haben natürlich entsprechendes Bildmaterial und sind gut vorbereitet. Die Kontrollen werden massiv verstärkt», so YB-Mediensprecher Albert Staudenmann.

Das Risiko, erwischt zu werden, sei aber für die Fans mit Stadionverbot zu gross. «Sie wissen, dass es sonst härtere Konsequenzen nach sich zieht.» Die Fans von GC dürften also nicht für Probleme sorgen in der Stadt – und im Stadion.

Anderes Spiel, andere Probleme

Alles oder nichts, das heisst es am Sonntag zwischen dem FC Basel und dem FC Thun im Cupfinal. Beide Mannschaften wollen den Pokal um jeden Preis – und auch bei den Fans sind dementsprechend mehr Emotionen im Spiel. Besonders die Basler Fans aus der Muttenzerkurve bereiteten der Stadt und dem Verband im Vorfeld Kopfschmerzen.

Weshalb der Cupfinal heikel sein könnte

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Die Basler Fans sorgten im Vorfeld für Aufruhr: Sie verkauften eigene, selbstgedruckte Tickets. Die Fans protestierten damit gegen die aus ihrer Sicht zu hohen Ticketpreise. Zudem wollten sie nicht mit den offiziellen Sonderzügen zum Bahnhof Wankdorf transportiert werden – sondern gemeinsam durch die Innenstadt marschieren. Mittlerweile haben sich der Verband, die Stadt Bern und die Fans geeinigt, heisst es von der Stadt Bern.

Der Cupfinal in Bern hat aber schon in der Vergangenheit für Probleme gesorgt. 2013 kam es zwischen GC und Basel zu Ausschreitungen. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause sprach gar von einem «schwarzen Tag».

2014, damals spielte der FC Basel in Bern gegen den FC Zürich, kam es ebenfalls ausserhalb des Stadions zu Auseinandersetzungen. Mehrere Hoolingans wurden verurteilt. Danach fand der Cupfinal nicht mehr in Bern statt, erst seit 2018 wird wieder im Stade de Suisse gespielt.

Mittlerweile konnte man sich einigen: Die meisten Basler Fans reisen mit Sonderzügen zum Wankdorf, 2000 von ihnen dürfen jedoch bis in die Innenstadt und von da aus via Aarbergergasse ins Wankdorf marschieren. «Wir begleiten den Fanmarsch mit unseren Dialogteams», so Christoph Gnägi von der Kantonspolizei Bern. «Wir sind vorbereitet». Auch die Fans selbst scheinen sich damit abgefunden zu haben, wie sie auf ihrer Internetseite bestätigen.

Die Basler Fans beim Cupfinal 2014 in Bern
Legende: Beim Cupfinal 2014 zogen die Basler Fans über die Kornhausbrücke. Keystone

Das gilt für die Thuner Fans. Sie reisen bis Ostermundigen und marschieren von da aus. Auch sie scheinen zufrieden – und Sicherheitsdirektor Reto Nause gibt grünes Licht. Am Mittwoch hat er die Bewilligung für das Spiel erteilt.

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