Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Dino-Forscherin Marion Zahner zum ersten Raubsaurier in der Schweiz abspielen. Laufzeit 02:36 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 15.07.2019.
Inhalt

Knochenfund in Frick Vorfahr des T-Rex war Aargauer

  • Die vor zehn Jahren in Frick gefundenen Dinosaurierskelette gehören zu einer neuen Raubsauriergattung, dies zeigen nun abgeschlossene wissenschaftliche Untersuchungen.
  • Es sind die ersten Knochenfunde eines Raubsauriers in der Schweiz überhaupt.
  • Der Dinosaurier, der vor ca. 200 Millionen Jahren in der Schweiz lebte, trägt nach seinem Fundort den Namen Notatesseraeraptor frickensis.
Skelett
Legende: ZVG

Der Fricker Dino zählt zu den ersten Vertretern der Raubsaurier. Der Dinosaurier ging auf zwei Beinen und war rund 2.6 bis 3 Meter lang. Er sei «der kleine Urbruder des weltberühmten T-Rex», schreibt das Sauriermuseum Frick in einer Mittteilung.

Mit seinen langen und kräftigen Hinterbeinen sei Notatesseraeraptor frickensis ein flinker Räuber gewesen. Dafür spreche auch der leichte Körperbau mit hohlen Knochen, so Marion Zahner, Dinosaurier-Forscherin an der Universität Zürich.

Frau vor Vitrine
Legende: Dinosaurierforscherin Marion Zahner vor der Vitrine mit Knochen des gefundenen Raubsauriers. SRF

Das Skelett wurde bereits vor zehn Jahren gefunden, nun erschien in der Fachzeitschrift «Nature Ecology & Evolution» die wissenschaftliche Beschreibung. Gleichzeitig wurde die ausgestorbene Tierart benannt – nach dem Fundort in der Tongrube Gruhalde in Frick.

«Ein Sympathieträger für Frick»

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

In der Gemeinde Frick ist die Freude über den Raubsaurier mit dem Namen Frickensis gross. Für die Leiterin des Sauriermuseums, Andrea Oettl, ist der Raubsaurier ein «Sympathieträger, der den Namen Frick in die Welt hinaus trägt». Man sei sehr stolz, schliesslich habe nicht jeder Ort eine «eigene» Saurierart.

Aus der Zeit vor ca. 200 Millionen Jahren gibt es kaum Funde, weshalb sich die Forschenden nun viele neue Erkenntnisse über die Dino-Evolution erhoffen. Dies vor allem auch aufgrund des guten Zustandes der Schädelknochen und der hohen Zahl der Knochen. Ca. 70 Prozent der Knochen des Tieres sind erhalten.

Schädelknochen
Legende: Blick auf Schädelknochen des Dinosauriers. SRF

Die Merkmale dieses Fundes helfen wie einzelne Mosaiksteinchen das Tier zu verstehen. Deshalb erhielt der Fricker Dinosaurier auch den Namen Notatesseraeraptor, was so viel wie Merkmalsmosaik bedeutet.

Dass es sich beim Fricker Dinosaurier um einen Raubsaurier handelt, wissen die Forschenden unter anderem aufgrund des Mageninhaltes. Als letztes soll der Fricker Dino wohl einen anderen, kleineren Saurier verspeist haben, der einer Echse ähnelt.

Tongrube Gruhalde in Frick

Tongrube Gruhalde in Frick

Die Tongrube Gruhalde ist für ihre unzähligen Funde von Plateosauriern bereits weltweit bekannt. Die Fundstelle hat einen Durchmesser von drei Kilometern. Im Schnitt wird alle sechs Meter ein Skelett gefunden.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.