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Die Nachfrage nach 5G-Antennen nimmt zu. Kirchtürme wären gute Standorte.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 19.06.2019.
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5G-Netz Mobilfunk Gibt es bald mehr Handy-Antennen in Kirchtürmen?

Nur wenige Antennen in Kirchtürmen: Von den rund 850 Mobilfunkanlagen im Aargau stehen nur fünf bis zehn auf Kirchtürmen, wie das Kirchenmagazin «Horizonte» berichtet. Im Kanton Solothurn sind es sogar noch weniger. Aktuell sei nur eine Anlage in einem Kirchturm in Erlinsbach in Betrieb, heisst es beim Kanton Solothurn auf Anfrage.

Zusätzlich seien aber in zwei Solothurner Gemeinden noch entsprechende Antennen in Planung. Immer wieder würden sich auch Kirchgemeinden über Handy-Antennen beim Kanton informieren. Viele Projekte würden aber scheitern, weil sie auf Widerstand stiessen.

Kirchtürme wären geeignete Standorte: Gründsätzlich wären Kirchtürme für Handy-Antennen geeignet, sagt Markus Chastonay, Abteilungsleiter Luft und Lärm des Kantons Solothurn: «Der Kirchturm ist wie ein Mast, er steht erhöht und im Zentrum.» Die Anlagen würden auch so eingebaut, dass man sie von aussen nicht sehen kann.

Chastonay hat die Beobachtung gemacht, dass es bei solchen Projekten im Vorfeld oft viele Reaktionen gibt. Wenn eine solche Antenne dann aber in Betrieb sei, höre man nicht mehr viel darüber.

Kirche in Oberrohrdorf
Legende: Im Kirchturm der Kirche St.Martin in Oberrohrdorf hat es seit rund fünf Jahren eine Handy-Antenne. ZVG

Das Beispiel Oberrohrdorf: In der St. Martin Kirche in Oberrohrdorf hat es seit rund fünf Jahren eine Mobilfunkanlage im Kirchturm. Laut Gemeindeleiter Christoph Cohen habe sich die Bevölkerung am Anfang sehr stark dagegen gewehrt. Daraufhin habe man mit der Swisscom tiefere Strahlungswerte ausgehandelt. Mittlerweile sei die Antenne kein Thema mehr in der Bevölkerung.

Für Kirchgemeinden ist eine solche Antenne häufig ein willkommener finanzieller Zustupf. Schätzungen gehen davon aus, dass Kirchgemeinden bis zu 20'000 Franken pro Jahr erhalten. Das Geld sei im Fall Oberrohrdorf aber nicht ausschlaggebend gewesen, betont Gemeindeleiter Christoph Cohen.

Besteht durch 5G ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung?

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Die Wirkung nichtionisierender Strahlung auf den Menschen hängt von deren Intensität und Frequenz ab. Die Vorschriften des Umweltschutzgesetzes (USG) und der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) gelten für die Strahlung insgesamt und unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Technologien von Mobilfunk (2G, 3G, 4G, 5G). Die NISV begrenzt die Intensität der Strahlung mit Grenzwerten, die sich nach der verwendeten Frequenz unterscheiden. Die zurzeit laufende Einführung von 5G erfolgt in Frequenzbereichen, wie sie bereits jetzt für den Mobilfunk und für WLAN verwendet werden.

(Quelle www.ag.ch)

Deshalb könnte es bald mehr geben: Aufgrund der neuen 5G-Technologie sind Telefonanbieter derzeit daran, neue Antennen aufzustellen oder alte umzurüsten. Aufgrund der 5G-Technologie, aber auch weil immer mehr Menschen Videos verschicken und online streamen, brauche es mehr Antennen in der Schweiz, heisst es zum Beispiel bei der Swisscom auf Anfrage. Sie betreibt am meisten Antennen.

Bei der Swisscom betont man auch, dass Kirchtürme grundsätzlich sehr gut geeignet wären und heute häufig auch von den Gemeinden selbst als Standorte vorgeschlagen würden. Gut möglich also, dass es künftig mehr Handy-Antennen auf Kirchtürmen geben wird.

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