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Umfrage zu E-Trottis Von «schwachsinnig» bis «super»

Paris sagt den elektrischen Flitzern den Kampf an. Was denken unsere User?

In der französischen Hauptstadt wurde die Notbremse gezogen: Neu werden Bussen verteilt, wenn mit E-Trottis auf Fussgängerwegen gefahren wird oder diese falsch parkiert werden. Auch wer zu schnell mit den elektrisch betriebenen Flitzern unterwegs ist, wird gebüsst. Und damit das nicht passieren kann, werden sie plombiert: danach können sie noch maximal 20 km/h fahren. In manchen Vororten sind sie sogar verboten.

Legende: Video Aus dem Archiv: E-Trottis sind in Paris eine Plage abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.

Damit will Paris die rund 25'000 Trottis und ihre Fahrer in den Griff bekommen. Das ist nötig, denn durch Unfälle sind in diesem Jahr schon 45 Personen verletzt worden, zwei verloren gar ihr Leben.

«Für Unsportliche»

Doch nicht nur in Paris haben einige die Nase voll von den Elektro-Trottinetten, die in der Schweiz ebenfalls populär sind: Auch rund zwei Drittel der über 2000 User, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, nerven sich über die Dinger.

«Schiebt dem schwachsinnigen Treiben in der Schweiz einen Riegel, bevor das Chaos ausbricht!» warnt User R. Glättli, der zudem daran erinnert, dass der Strom für die Gefährte auch aus Atomkraftwerken stammt. Daher sei die einzige Alternative zum Auto der öffentliche Verkehr und das Velo, so Samuel Nogler – oder allenfalls Pferd und Wagen, und nicht «diese Trottis für Unsportliche». Und liegt wohl auch das Problem für die vielen Unfälle: «Viele fahren Trottis, die sich dafür gar nicht eignen, denn es ist ein Sportgerät», erklärt R. Raphael.

Trottis statt Autos!

Knapp ein Viertel jener, die an der Umfrage von SRF News teilgenommen haben, findet hingegen, dass E-Trottis schnell und praktisch, super und problemlos (J.-Ph. Ducrey) sind.

Für Pirmin Koch sind die elektrischen Flitzer gar ein «super Weg, Autos aus den Städten zu vertreiben». D. Klein schlägt vor, «den geschaffenen Raum den E-Trottis, E-Fahrrädern und Fussgängern zu überlassen.» Letztere erhielten dann auch separate Zonen. Somit gäbe es auch weniger Emissionen, weniger Lärm und vermutlich auch weniger Unfälle.

Schliesslich finden gut ein Zehntel der Umfrageteilnehmer, dass ihnen die E-Trottis egal sind. Vielleicht die zukunftweisende Haltung? Denn wenn der «Hype» vorbei ist, dann dürfte sich die Zahl auch in der Schweiz «mit der Zeit von selber rückläufig einpendeln», vermutet R. Raphael.

Legende: Video Aus dem Archiv: E-Trottis breiten sich in Schweizer Städten aus abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.
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18 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Gasser  (allesrotscher)
    Als Autofahrer ärgen mich diese E-Trottis, aber wenn ich in der Stadt wohnen würde wäre ich der erste der ein solches benützen würde. Allerdings wünschte ich mir dann erst recht mehr Velo- bzw. E-Trotti-Wege, solche die klar vom Autoverkehr getrennt sind. Dann ist ein Umsteigen vom Auto auf E-Trotti sehr zu begrüssen, nur müsste man auch noch etwas damit transportieren können. Die Miet-E-Trottis gehören verboten, (Geldmacherei) so wäre der Zuwachs an privaten E-Trottis erträglich.
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  • Kommentar von Andreas Schick  (Andreas Schick)
    In Warschau, wo sehr viel mehr Platz vorhanden ist, mag das funktionieren, obwohl auch dort kommt es ab und zu zu „knappen“ Situation. Was aber wirklich bedenklich ist, ist die Selbstverständlichkeit, das Gefährt liegen zu lassen, wo es grad passt. Egal ob vor Sehenswürdigkeiten oder irgendwo auf dem Trottoir; es kommt ja jemand, der liest das dann schon auf! Ist ja schliesslich bezahlt dafür!
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  • Kommentar von Ernst Boller  (BOER)
    ich denke, der Winter wird das Problem entschärfen und diese Trottis gehörig dezimieren.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Ja, die liegen dann im See oder in einem Bach.
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