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Mehrere Rücktrittsabsichten Diese Minister gehen, wenn Johnson kommt

  • Nach dem britischen Justizminister David Gauke hat auch Finanzminister Philip Hammond seinen Rücktritt angekündigt.
  • Beide gehen davon aus, dass Boris Johnson neuer Regierungschef wird.
  • Sie kommen so einem Rauswurf durch den Brexit-Hardliner wohl zuvor. Johnson ist haushoher Favorit für die Nachfolge von Theresa May.
Legende: Video Aus dem Archiv: Boris Johnson lässt vieles offen abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus SRF News vom 10.07.2019.

Er könne keinen Brexit ohne Abkommen stützen, mit dem Johnson immer wieder drohe, sagte Hammond in einem BBC-Interview. «So etwas könnte ich nie unterschreiben», betonte er.

Hammond kann sich sogar vorstellen, den neuen Premier aus der eigenen Partei zu stürzen, um einen ungeordneten Austritt Grossbritanniens zu verhindern. Er könnte eine Führungsfigur der proeuropäischen Rebellen in der Tory-Fraktion werden. «Ich werde von der Hinterbank aus alles tun, um sicherzustellen, dass das Parlament einen ungeordneten Brexit blockiert», hatte er kürzlich der «Süddeutschen Zeitung» gesagt.

Auch Justizminister Gauke begründete seine Rücktrittsabsichten mit der Möglichkeit eines ungeregelten Austritts aus der EU. Dies sei eine «nationale Demütigung», sagte Gauke der «Sunday Times». Johnson will am 31. Oktober Grossbritannien aus der Europäischen Union führen - «komme, was wolle».

Ich werde von der Hinterbank aus alles tun, um sicherzustellen, dass das Parlament einen ungeordneten Brexit blockiert.
Autor: Philip HammondFinanzminister Grossbritanniens

Mehrere Tory-Parlamentarier überlegen laut «Sunday Times» ausserdem, sich den Liberaldemokraten anzuschliessen. Die Regierung verfügt nur über eine Mehrheit von drei Stimmen.

In London wird mit weiteren Rücktritten EU-freundlicher Minister in den nächsten Tagen im Falle eines Siegs Johnsons gerechnet. Dazu könnten Wirtschaftsminister Greg Clark und Entwicklungshilfeminister Rory Stewart gehören. Mit ihrem Schritt würden sie wohl alle einer Entlassung durch Johnson zuvorkommen.

Nachfolger von Theresa May: Johnson oder Hunt

Johnson gilt als haushoher Favorit im parteiinternen Rennen um das Amt des Tory- und damit auch des Regierungschefs. Trotz seines polterigen Auftretens und seiner Fauxpas' auf internationalem Parkett: Viele Tories trauen ihm zu, enttäuschte Brexit-Wähler wieder ins Boot zu holen.

Am Dienstag wird die Konservative Partei verkünden, für welchen Kandidaten – Johnson oder Aussenminister Jeremy Hunt – sich ihre etwa 160'000 Mitglieder per Briefwahl entschieden haben. Hunt werden kaum Chancen eingeräumt. Der Sieger wird noch am Mittwoch das Amt übernehmen und von der 93-jährigen Königin Elizabeth II. empfangen.

Johnson drohte Brüssel mehrmals mit einem Austritt ohne Abkommen. Das hätte allerdings erhebliche Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Als langjähriger Politbeobachter möchte ich keine Schadenfreude für die gegenwärtige, englische Politik aufkommen lassen! Die Zerstrittenheit der EU-Gegner gegen die EU-Befürworter und die links/rechts Zerstittenheit (Tories und Labors) kennen wir alle aus unserem eigenen politischen Istzustand: "Alle gegen die SVP"! Im Gegensatz zum oft kindergartenmässigen Debattieren im "House of Parlaments", zu unseren "sonntagsschulartigen" Auftritten der gewählten Volksvertreter in Bern, liegen "Meilen"!
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  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Theresa May hat die Verhandlungen mit der EU viel zu zögernd angegangen. Das hardie EU ermutigt hohe Forderung zu Stellen, und zu drohen, ohne wirklich etwas zu geben. Zudem haben die Linken und Brexit verliere von Anfang den Volks Entscheid untergraben. Das gleich kann man in der Schweiz feststellen.
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    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Theresa May war die beste Brexit Verhandlerin, die GB je haben wird. Die Frage ist jetzt nur noch wie viel der Nachfolger den fehlgeleiteten Wagen noch abbremst, oder ob er direkt dem Boris übergeben wird, der ihn wegen dem lustigen Knall mit Vollgas in den Baum fährt
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Ich bin überzeugt, dass Johnson schnell wieder verschwunden ist. Wegen Unvermögen.
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    1. Antwort von Nicole Meier  (Oliv)
      Solange es Menschen gibt, die von seiner Politik profitieren, meist nur ein paar wenige in bereits betuchten Verhältnissen und politisch einflussreich, wird der Blondschopf gewählt und bleiben. Der fümste aller Blondschöpfe regiert zZ auf der anderen Teichseite und ich würde mich nicht wundern, wenn der Knallkopf nochmal für 4 Jahre gewählt würde. Da waren waren unsere NR die Klügeren und haben CB beim nächstmöglichen Termin abgewählt.
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