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Justiz muss entscheiden Auslieferungsgesuch von Julian Assange an die USA zugelassen

  • Der britische Innenminister Sajid Javid hat das Auslieferungsgesuch der USA für Julian Assange, Gründer von Wikileaks, zugelassen.
  • Den Antrag sei formell bestätigt, sagte Javid im Radio BBC. Die abschliessende Entscheidung liege aber bei der Justiz, betonte er.
  • Ein Gericht hat am Freitag den Termin für das Verfahren über den Auslieferungsantrag auf den 25. Februar 2020 festgelegt.
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Aus dem Archiv: Wikileaks-Gründer in London festgenommen
Aus SRF News vom 11.04.2019.
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Der Wikileaks-Gründer Julian Assange muss noch Monate auf eine Entscheidung über seine mögliche Auslieferung in die USA warten. Ein Gericht in London hat das Verfahren über den Auslieferungsantrag auf den 25. Februar festgelegt. Geplant sei eine fünftägige Anhörung, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal.

Assange war über eine Video-Verbindung aus dem Gefängnis zugeschaltet. Er wehrte sich gegen die Auslieferung. Er verteidigte die Enthüllungsplattform Wikileaks als «nichts als eine Publikation».

Der britische Innenminister Sajid Javid hatte das Auslieferungsgesuch der USA zuvor förmlich zugelassen. Damit signalisierte die Regierung in London, dass sie einer Auslieferung nicht im Wege steht. Die Entscheidung liegt aber bei der Justiz.

18 Anklagepunkte gegen Assange

Die USA werfen Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen Assange 175 Jahre Haft.

Assange sitzt seit April in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis, nachdem ihm das Botschaftsasyl in der Botschaft von Ecuador entzogen worden war. Er hatte sich dort jahrelang verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wurde wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt. Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schliesslich festgenommen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    Traurige Tag für freie Presse. Eine von letzte Journaliste wird zu schweigen gebracht. Sogenannte Journaliste schweigend beobachten entwicklung und paar erhliche unter ihnen schämen sich für ihren Beruf. Andere hoffen, dass Leser sehr schnell vergessen wer war Assange. Assange Urteil ist Urteil über unsere gesteuerte Presse. Stile welche über diese Prozess in unseren Medien heerscht ist Friedhofs Stile in EU Medien Landschaft. Amen.
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  • Kommentar von Stefan Olarte  (Oikaner)
    "Heute Freitag soll die nächste Anhörung in dem Fall stattfinden."Soso. Ich hoffe, dass MORGEN FREITAG auch über de hochbrisanten Fall berichtet wird. Wieso wird Assange per Videoschalte teilnehmen? Sind die 18 Anklagepunkte gerechtfertigt? Wird durch dieses Verhalten nicht unsere Freiheit bedroht? Hat Schweden nicht praktisch den USA zu verstehen gegeben, dass jene Assange jetzt haben können? Wurde ihm nicht auch die equadorianische Staatsangehörigkeit abgesprochen? Was meint die Uno dazu?
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  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    Wollen wir noch reden über unsere Werte und Presse freiheit? Kein Land in Europa zeigt ein wenig Anstand und Mut. Assange ist Beispiel, wass passiert mit Journalisten welche ausserhalb Systems versuchen zu schwimmen.
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    1. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      Ist eigentlich im Wesen ganz aehnlich, wenn man sich als Wahlheimat ein Land auswaehlt in dem demokratische Werte eine grosse Gewichtung in der Bevoelkerung geniessen, doch Man(n) bekennt und unterstuetzt diktatorische Regimes!
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    2. Antwort von Stanic Drago  (Putinversteher)
      Hans Peter Auer was machen Sie dann in Russland? Ich könnte damals Diktatur in Kroatien nicht ertragen und bin einfach gegangen. Ich war nicht bezahlt von einen ausländischen NGOs um dort auszuhaaren.
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    3. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      @Stanic Drago: Ich arbeite hier in RU zum Wohle der Bevoelkerung (Medizinalrechnologie). Dies ist mir wichtiger, wie auch demokratische Werte, jedoch werden Sie in keinem Fall je von mir lesen, dass ich das russisch diktatorische Regime in seinem teilweise unmenschlichen und autokratischen Handeln unterstuetze. Weshalb unterstuetzen Sie dann andere Diktatoren, wenn Sie jene in Kroatien schon nicht ertragen haben? Als Unterstuetzer von Diktaturen, waere doch RU fuer Sie Wahlheimat erster Sahne!
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