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Feuer in Australien Buschbrände bremsen australische Wirtschaft

  • Der weltgrösste Bergbaukonzern BHP meldet eine Beeinträchtigung seiner Kohleförderung.
  • Mitarbeiter lassen sich freistellen, um ihren Grund und Boden vor dem Feuer zu schützen.
  • Die Tourismus- und Versicherungsbranchen gehen von einer finanziellen Belastung in Milliardenhöhe aus.
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Aus dem Archiv: Die Buschbrände hätten verhindert werden können
Aus SRF News vom 19.01.2020.
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Es herrscht weiterhin dicke Luft in Australien. Die verheerenden Buschbrände wirken sich immer stärker auf die australische Wirtschaft aus. Der Rohstoffkonzern BHP klagt nun über einen Rückgang der Eisenerz- und Kohleproduktion. «Rauch und Asche durch regionale Buschbrände haben die Luftqualität in unseren Betrieben verringert, was sich auf die Produktion im Dezember 2019 ausgewirkt hat», erklärte BHP.

Auch andere Branchen leiden

Die Tourismus- und Versicherungsbranchen erwarten Einbussen von je einer Milliarde Australischen Dollar (660 Millionen Franken). Der australische Tourismusverband hat die Regierung nach Einschätzung der Schäden um schnelle Hilfe gebeten.

Nun verkündete Premierminister Scott Morrison, dass die Regierung der Branche mit 76 Millionen Australischen Dollar (über 50 Millionen Franken) finanziell unter die Arme greifen möchte. «Unsere Antwort auf diese verheerenden Buschbrände ist umfassend und beispiellos», teilte er weiter mit.

Regenfälle sorgen für Abkühlung

Starke Regenfälle und Stürme haben nach Wochen dramatischer Buschbrände die Löscharbeiten begünstigt. Jedoch war der Niederschlag in einigen Gebieten des Bundesstaates Queensland so gross, dass Strassen und Autobahnen unter Wasser standen und die Behörden vor Springfluten warnten.

Viele vom Feuer befallene Gebiete an der Ostküste hat der Regen jedoch erst gar nicht erreicht. In dem besonders stark von Bränden betroffenen New South Wales, dem südlichen Nachbarstaat von Queensland, wüteten am Sonntag immer noch 69 Buschfeuer. Mehr als 1300 Feuerwehrleute halfen bei den Löscharbeiten, wie die Feuerbehörde RFS auf Twitter mitteilte.

Über 1300 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Flammen vernichteten bisher über 11,8 Millionen Hektar Land, was einer Grösse von etwa einem Drittel der Fläche Deutschlands entspricht. 29 Menschen und Millionen von Tiere sind durch die Brände bereits ums Leben gekommen.

SRF 4 News, 9:30 Uhr; reuters/dror; schj

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Das Kohlegeschäft ist Australiens schmutziger Goldesel. Australien hat wenig Interesse, seinen Beitrag zu wirksamem Klimaschutz zu leisten.Eine Politik des Abwartens, wenn es darum geht, die grösste Herausforderung anzugehen, der sich das Land gegenüber sieht. So liegt der Hafen, zu dem die Kohle per Eisenbahnverbindung transportiert wird und für die Siemens die Signalanlage bauen soll, direkt gegenüber des Great Barrier Reef. Die Kohleschiffe sollen durch das Riff fahren.Ein Gräuel. Beschämend
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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Es geht doch gar nicht nur um die Brände, diese sind bloss das Symptom einer nie dagewesenen Dürre. In Cloucester, eine kleinen Stadt in New South Wales, ist es so trocken wie nie zuvor. Das Schnabeltier, welches über Zehntausende von Jahren dort heimisch war, ist nun spurlos verschwunden. Dies an all diejenigen, welche den Klimawandel durch einzelne Ereignisse in der Vergangenheit relativieren wollen. Die Trockenheit in Australien ist katastrophal, dies ändert sich mir dem letzten Regen kaum!
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  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    US-Oekologe Stephen Pyne: Der Mensch muss wieder einen bewussten Umgang mit Feuer lernen – und warum bestimmte Braende auch segensreich sind. Seit Jahrtausenden wissen die Eingeborenen von Australien, Kalifornien und Suedamerika, etc. wie sie mit Feuer umgehen muessen. Damit es keine ueberraschende unkontrollierte Braende gibt, legen sie kleine kontrollierte Braende, welche zugleich der Fruchtbarkeit des Bodens hilft.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Genau, Herr Meili. Wie Leute von Chief Orion Lyons bis zu den Grossmüttern und Widerstandskämpferinnen der autochtonen Völker es uns erzählen, von ihnen werden wir lernen müssen. Auch von Allen hier in unseren Breitengraden, die sich traditionsreichem Umgang mit Materialien und der Schöpfung wieder annähern. Das heisst weder Nostalgie nach romantischen Vorstellungen frönen, ganz im Gegenteil, das heisst wirkliche Transition wagen und umsetzten.
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    2. Antwort von Urs Stotz  (Urs Stotz)
      Darum gibt es die Pyrophyten, Pflanzen die sich entweder vor Feuer schützen oder gar Feuer für ihre Entwicklung brauchen. Laut Kanadiern wird ein Wald da durchschnittlich 70 Jahre alt, bis er durch ein Feuer abbrennt, und der Zyklus von vorne beginnt. Wir waren im Herbst 2018 ein Monat mit zwei Kanus auf alten Trapper Flusswegen in der Wildnis unterwegs und mussten wegen Waldbränden das Flusssystem wechseln. Von oben sah man immer wieder Waldbrände. Es gibt auch anderswo solche Brände.
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