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«Die Männer wollten möglichst viele ‹Ungläubige› töten»
Aus News-Clip vom 12.11.2019.
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Drei Männer festgenommen IS-Anhänger planten Anschlag bei Frankfurt

  • In Offenbach bei Frankfurt hat die Polizei drei mutmassliche IS-Anhänger festgenommen, die einen Terroranschlag im Rhein-Main-Gebiet geplant haben sollen.
  • Der Hauptverdächtige soll sich bereits Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff beschafft haben.
  • Laut der Staatsanwaltschaft seien bei den Durchsuchungen zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt worden, darunter schriftliche Unterlagen und elektronische Datenträger.

Bei den polizeibekannten Verdächtigen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Deutschen mazedonischer Abstammung sowie zwei türkische Staatsangehörige im Alter von 22 und 21 Jahren, wie die Behörden mitteilten.

170 Polizisten an Untersuchungen beteiligt

Ein konkretes Anschlagsziel gab es nach ersten Erkenntnissen der Ermittler jedoch noch nicht. «Es wurde rechtzeitig eingeschritten, so dass eine Gefahr verhindert werden konnte», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Die Behörden waren den mutmasslichen IS-Anhängern seit Ende Oktober auf der Spur.

Etwa 170 Beamte, darunter auch Spezialkräfte, waren an der Razzia beteiligt. Sie durchsuchten drei Wohnungen in Offenbach wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Skyline von Frankfurt.
Legende: Rund um die Finanzmetropole sollen die Anschläge der drei Festgenommenen geplant gewesen sein. Keystone

Die Verdächtigen sollen sich in der Vergangenheit als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet haben. «Uns liegen entsprechende Aussagen von Bekannten vor», sagte die Sprecherin. Es habe zudem verdeckte Ermittlungen gegeben.

Als Hauptverdächtiger gilt der 24-Jährige. Er soll sich Chemikalien und Geräte zur Herstellung von Sprengstoff beschafft und im Internet nach Schusswaffen gesucht zu haben.

Ob alle drei Verdächtigen vor den Haftrichter kommen oder nur der Hauptverdächtige, soll am Mittwoch entschieden werden. Ursprünglich war eine Vorführung des 24-Jährigen bereits am Dienstag geplant.

Unterlagen werden ausgewertet

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, bei den Durchsuchungen seien zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt worden, darunter schriftliche Unterlagen und elektronische Datenträger.

Man habe bereits kurz nach der Festnahme begonnen, diese Medien auszuwerten. In welcher Beziehung die Männer zueinander stehen, sagte die Sprecherin nicht. Offen blieb auch, ob sie bereits als Gefährder bekannt waren.

Nicht zum ersten Mal im Visier von Terroristen

Bereits im März hatte die Polizei im Rhein-Main-Gebiet zehn mutmassliche Salafisten festgenommen, die einen Terroranschlag geplant haben sollen. Hauptverdächtige waren zwei 31 Jahre alte Brüder aus Wiesbaden und ein 21-Jähriger aus Offenbach, die beide die deutsche Staatsangehörigkeit hatten.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Wir müssen einfach aufhören die Gefahr der Salafisten kleinzureden. Diese Menschen hassen ALLE, welche nicht dieselbe Ideologie vertreten. Dies ist nicht nur in Deutschland der Fall, sondern überall auf der Welt, also auch bei uns in der Schweiz. Zum Glück haben die Sicherheitskräfte (Polizei, Nachrichtendienst und Militär) aus den Anschlägen, der letzten Jahre in Europa, gelernt. So wurden 100erte von Menschenleben gerettet. Ihnen gebührt unser herzlicher Dank!!!
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    1. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Ich glaube nicht, dass jemand diese Gefahr kleinredet, nur ist man sich nicht einig, wie man ihr begegnen kann. - Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man mit einem Generalverdacht den wichtigsten Verbündeten, die gemässigten Muslime, aus dem Boot kippt. Ohne deren Unterstützung sind die Sicherheitskräfte chancenlos; die Salafisten sind zahlreicher und deutlich besser vernetzt als dannzumal die RAF und ähnliche Organisationen.
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Doch, Hr. Dudle, diese Gefahr wird immer wieder kleingeredet.
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    3. Antwort von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
      @Dudle: Lieber Herr Dudle, ich meine wirklich nur die Salafisten, welche selbst Frau Saïda Keller-Messahli (Islamische Menschenrechtsaktivistin) weit gefährlicher einstuft als unsere linken PolitikerInnen. Also weit und breit nichts von Generalverdacht!
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    4. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      @haeberli: Mit dem Generalverdacht wollte ich nicht Sie ansprechen, sondern die grundsätzlich islamophoben Kreise, die ohne Rücksicht (oder sogar Voraussicht) auf die Folgen ihr politisches Kapital aus dem Ausschlachten solcher Ereignisse und dem weiteren Schüren dieser Stimmung schlagen. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich da etwas zu undeutlich gewesen bin.
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  • Kommentar von Josephk Ernstk  (Joseph ernst)
    Ein weiterer Beweis der Notwendigkeit einer lükenlosen und strengsten Überwachung dieser Kreise. Die Vorsitzende der deutschen Grünen verlangte gestern, dass D IS-Rückkehrer unverzüglich zurückzunehmen hat. Ist sich diese Politikerin bewusst, welche Gefahren damit verbunden sind. Eine absolut unverantwortliche Forderung !
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    1. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Die unkontrollierte Rücksendung durch Erdogan ist unvergleichlich gefährlicher. - Das Auslagern der Verantwortung an andere Länder wird früher oder später zum Bumerang.
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      @ Dudle: Es geht nicht um ein Ausspielen einer schlechten Option gegen eine andere. Wenn der deutsche Staat vor Erdogan kuscht und deshalb schlechte Optionen zieht macht sie sich weltweit lächerlich.
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    3. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      @br: Donald Trump würden den Flüchtlingsdeal mit der Tr als den "schlechtesten Deal, der je geschlossen wurde", bezeichnen, und ich gäbe ihm damit recht. De und andere Teile Europas haben sich damit im höchsten Grad erpressbar gemacht und können nicht mehr anders als zwischen zwei schlechten Optionen wählen. Der Schaden steht ins Haus, die kontrollierte Rücknahme bietet wenigstens noch die Möglichkeit der Schadensbegrenzung.
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    4. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      IS Rückkehrer unter streng kontrollierter Überwachung zurückzunehmen
      Ist die grössere Sicherheit.
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