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Patientendaten sind im Internet offen zugänglich
Aus Rendez-vous vom 17.09.2019.
abspielen. Laufzeit 07:25 Minuten.
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Unsichere Server Medizin-Datenleck: Auch Schweizer betroffen

Millionen von Patientendaten liegen gemäss Recherchen des Bayrischen Rundfunks frei im Netz rum. Nun zeigt sich: Auch die Schweiz ist betroffen.

Röntgenbilder, Brustkrebsscreenings, CRT-Scans: Millionen solcher sensibler Datensätze sind gemäss Recherchen , Link öffnet in einem neuen Fensterdes Bayrischen Rundfunks (BR) und des US-amerikanischen Investigativportals «Pro Publica» frei im Internet verfügbar.

Die Journalistinnen und Journalisten des Rechercheverbunds wurden von einem deutschen Sicherheitsexperten auf das Leck aufmerksam gemacht. Ihm zufolge sei der Zugriff auf die Bild-Daten «trivial» gewesen, die spezifischen Server nur unzureichend geschützt. Die kontaktierten Journalisten haben die Echtheit der Daten stichprobenhaft bestätigt.

Allein in Deutschland seien 13'000 Datensätze betroffen. Nun zeigen SRF-Recherchen: Auch in der Schweiz liegen solche Daten offenbar ungesichert im Internet. Gemäss den Informationen des Sicherheitsexperten sind hierzulande zwei Server mit rund 1500 Datensätzen von Patientinnen und Patienten betroffen.

«Behörden informiert»

Stand jetzt ist nicht bekannt, um welche Schweizer Server es sich handelt – und wer für deren Unterhalt verantwortlich ist. Auch ist nicht im Detail klar, welche Daten darauf gespeichert werden. Gemäss dem Rechercheverbund ist grundsätzlich von «hochsensiblen» medizinischen Daten die Rede. Diese seien «gespickt» mit zahlreichen personenbezogenen Informationen wie Geburtsdatum und Name.

Der Sicherheitsexperte habe auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kontaktiert. Dieses habe darauf Behörden in 46 Ländern auf das Problem aufmerksam gemacht. Ob die Schweiz ebenfalls darunter ist, bleibt offen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Tanner  (mikado5034)
    Was nun folgt, ist wohl das übliche Schöngerede, dass dies alles nicht so schlimm sei, wie es scheine und alles nur Sturm im Wasserglas...
    Ich möchte es einmal erleben,dass z. B. der Datenschutzbeauftragte des Bundes in Vertretung aller betroffenen Klage wegen eines Vergehens gegen die Datenschutzverordnung Anzeige erstattet und der Prozess mit gebührender Medienwirksamkeit abgehalten wird, auch wenn nur eine Busse von Fr.300.00 verhängt wird, aber wenigstens wird der Prozess öffentlich geführt
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  • Kommentar von Thomas Ramseier  (ramtho)
    Will man das EPD bis 2020 in den Spitälern nach diesem Vorfall immer noch?
    Ja, klar! Wir sind ja in der Schweiz und viel besser als alle Anderen. Wir schützen die Daten mit Passwort! Nicht mal Hacker könnten an die Daten ran kommen. Und die Daten sind anonymisiert. Nur so werden wir noch besser und schneller gesund gemacht. Auch die tödlichen Fehlbehandlungen in den Spitälern werden weitgehend verschwinden.
    Dies für alle die an die schönen und guten Märchen glauben.
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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Ich freue mich unter diesen Umständen jetzt schon auf das elektronische Patientendossier. Wir sind dann alle weltweit-gläserne Patienten. Juhui!
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